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Die fremde Braut
(Leseprobe aus: Die fremde Braut, 2005,
Kiepenheuer & Witsch)
»Dies ist eine wahre Geschichte. Sie handelt
von Liebe und Sklaverei, von Ehre und Respekt, von türkischem Mocca und
verkauften Bräuten. Sie erzählt von meiner Familie, die aus Anatolien über
Istanbul nach Deutschland kam, und sie erzählt von meinem Weg in die Freiheit.
Sie berichtet von türkischen Frauen, die in arrangierten Ehen von ihrer Familie
nach Deutschland verheiratet wurden – gegen den Brautpreis Deutschland – und
hier Fremde in der Fremde bleiben, oft genug wie Sklavinnen gehalten. Sie
handelt von der gescheiterten Integration der Türken in Deutschland.
Die Welt ist zweigeteilt. In innen und außen. Innen, das sind die Türken, das
sind die Muslime, das ist die Türkei. Draußen, das sind die Deutschen, die
Ungläubigen, das ist Deutschland. Zwischen diesen zwei Welten gibt es keine
Verbindung. Bist du für oder gegen uns, gehörst du zur Umma, zur Gemeinschaft
der türkischen Muslime, oder nicht? Bist du rein oder unrein? Das sind die
Fragen, die das Leben, den Alltag und den Umgang miteinander bestimmen.«
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