Ernst-Edmund Keil

Babylon

Wer sich jetzt opfert für den Frieden
sich leiblich vor die Armen stellt
als Schutz und Schild, der hat entschieden
zu fallen, wo er steht, als Held.
Der hebt den Späherblick zum Himmel
und wartet auf den Todesblitz
starrt auf der Flugzeuge Gewimmel
auf blanken Wahn- und Aberwitz.
Das schöne Troja steht in Flammen
dem Menschen furchterregend graust.
Eh Flammen ihn zu Staub verdammen
reckt er noch einmal seine Faust.

(2003)

Rezension I Buchbestellung I home II03 © LYRIKwelt