Orsolya Kalász

Ach

Wir kommen nach Haus

und decken den Tisch und schon
vor dem Essen trinken wir Weisswein.

Wir wecken den Hund,
nichts riecht nach Mord,
der Hund schläft wieder ein.

Wir belauschen die Nachbarn.
Im Radio belauscht sich die Welt.

Der Hund stöhnt im Schlaf,

immer noch
kein Mord und kein Schlag, nur die Hand, die er kennt, ihre Wärme
und das verstummende Radio, das Klicken
des Lichtschalters
und ein feines Vibrieren,
verursacht von unseren Schritten, draußen im Treppenhaus.

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