Franz H. Jakubaß

Alt und Jung

Als Standard gilt auf dieser Welt:
Man lernt, erlebt, muss viel erfahren,
bis man im Alter eingestellt
auf Sitten, Bräuche und Gefahren.

Die Jugend könnte übernehmen,
was billig in den Schoß ihr fällt
an Bräuchen, Regeln, auch an Themen,
die helfen könnten in der Welt.

Doch wie die Alten, als sie  jung,
nicht scheuten Streit und selbst Krawalle,
so springt die Jugend mit viel Schwung
begeistert forsch in manche Falle.

Sie pfeift gern auf den Rat der Alten.
Was Vater weiß, macht Sohn nicht heiß,
das Leben will sie selbst gestalten,
und pfeift dabei auch auf den Preis.

Die Jugend, wenn sie selbst in Pflichten,
spielt  jetzt vor anderer Kulisse.
Bald wird die Ahnung sich verdichten:
Kulisse neu, alt die Prämisse.

Rezension I Buchbestellung I home III09 LYRIKwelt © F.H.J.