Karl von Holtei

Heem will ihch

Mihch han se ooch schund manchmal da und durten 
gar sihr traktiert und han mer Gutt's getan, 
bei Fürschten und Herzogen und bei Grawen, 
scheene Frauvölker und gelehrte Herrn, 
in grußen Städten und uf hochen Schlössern, 
in fremden Landen aber suste wu, dass ihch eegen schaamzen, weil 
ihch's ihm nich wert bihn! – Nu's gefiel mir schund, o ja! – 
Im besten Freu'n, im allergrüßten Teebse, 
liß sihch doch immerzu de Sehnsucht spieren. 
Nach wahs? – Nu globt mersch, ader globt mersch nich: 
nach meinem kleenen Haus in Obernigk samt seinem Schindeldächel 
und a Tannen, 
die vur der Türe stihn, däm bissel Gaarten, 
däm Taubenschlage und där grünen Laube! 
Wie schilgemol, - du weeßt's mei lieber Gott – 
hab ihch geseufzt und seufz' ich hinte noch: 
Heem will ihch, suste weiter nischt, ock heem! 

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