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Tee für meinen
Vater
(Leseprobe aus:
Feineinstellungen, Gedicht, 2001, DuMont
- Übertragung: Marcel
Beyer)
Mir kommt in den Sinn, wie er
»Tea« sagt, die Zähne zusammen,
gebleckt vor Erwartung, eine Eigenart.
Es ist weder seine erste Sprache noch
sein Lieblingsgetränk, daher haftet Wort
wie Gegenstand eine gewisse Exotik
an. Er verlangt mehrmals täglich
danach, ausschließlich morgens und
nachmittags. Vor allem dient er als Arbeitshilfe.
Er mag ihn sehr stark, mit Sahne,
im Becher, und süßt ihn selbst.
Er stellt ihn auf die Fensterbank vor
seinem Tisch und läßt ihn kalt werden.
Später komme ich und schütte ihn aus.
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