Anna Hoffmann

Die Vernichtung der Väter
oder
Scheißangst vor dem Telefon

sakral o sakra
sein Deckenauge grabbelt nach Tafelbildern
baut Stilleben aus Schnabeltassen und Enten
blutet auf blutet auf gummierte Laken
dehnt den weißen Harnisch 
schwer sauber zuhalten sagt sie
es hapert am Körper
der Schabeleib offenbart sich
erscheint bald über den Berg bald
wo die Augen zugedeckt und gebunden die Füße
eilig paniert Wundmahl Wurmmahl
das letzte enthüllt: ein Klumpen Irrthumb
gefillte Minsch mal so mal so 
verarbeitet
zu Erinnerungswurst
„da könnt ihr mich gleich einpuhlen“

Rezension I Buchbestellung II05 LYRIKwelt © A.H.