Wolfgang Heyder

bar bar

Stammelnder,
dessen Laute hier niemand entschlüsselt,
brüll wie ein Löwe
in deinem Käfig.

Dem Auge gefällig die Arme,
braungebrannt, muskulös,
ölig und nackt - die Beine,
trainiert auf der Flucht:
Der ist noch jung genug,
einen Hammer zu tragen!

Komm in mein Bett
und sei mir zu Diensten -
in meinen Garten
und grabe ein Loch!

Wenn du mir grimmig wirst,
muss ich dich schelten,
in deine Ketten
dich geben zurück.
Gehst du in Ketten,
muss ich dich zügeln,
mit Peitsche, Gesetzbuch,
Einwanderungsvorschrift.

Du, über die Grenze
in unseren Reichtum gekommen,
beuge dein Haupt.

Lass dich betasten.

Und bleib. Dort,
in deinem Käfig.

Rezension I Buchbestellung I home 0I13 LYRIKwelt © W.H.