agua und nada
Als Fische der Erde
ihren einzigen Mond umflogen,
staunten sie über die blaue Erde.
Sie sahen nur Wasser, der Mond war leer.
Sie nannten die Erde agua,
den Mond nannten sie nada.
Dann lasen sie im Anfang ihrer Sage,
die von Wasser und Leere spricht.
Damals glaubten noch viele Fische,
ihr Stern sei nicht möglich
ohne den Vater der Fische,
der vor allen Fischen war,
alle Fische geschaffen hat,
ohne den nichts bestehen kann
und der alle Meere zerstören wird
wann er will.
Der Mond hat die Erde verlassen,
Ebbe und Flut gingen schlafen.
Aus agua wurde fuego,
Sage und Fische sind vergessen.
Rezension I Buchbestellung I home III09 LYRIKwelt © Klaus Herrmann