In Wirklichkeit sage ich nichts von Wolfgang Hermann, 2010, Edition LaurinWolfgang Hermann

Die Treppe
(Leseprobe aus: In Wirklichkeit sagte ich nichts, Erzählungen (2010,
Edition Laurin).

Nach den Wochen im Krankenhaus ist nichts mehr wie es war. Er hat Freude an allem, was er sieht. Er kann sich an den Menschen nicht satt sehen. Nicht satt riechen. Er begreift erst jetzt, dass jede Frau ihren eigenen Gang geht, und dass sie mit ihrer Art zu gehen spricht. Sie sagt nicht einfach: Ich gehe. Meist merkt sie gar nicht, dass sie geht. Manche scheinen so in ihren Alltag verstrickt, sie sind abwesend, ihr Körper befindet sich auf dem Gehsteig, doch sie sind anderswo. Die Eiligen mit dem Mobiltelefon am Ohr sind nur als Pfeil da. Sie nehmen keine Notiz von ihrer Umwelt, automatisch schicken sie sich bei grün über die Ampel. Ihm fällt auf, dass so viele anderswo sind. Waren es vor dem Krankenhaus auch so viele? Dann sind sie ihm nicht aufgefallen. Oft war er einer von ihnen. Menschen, die anderen signalisieren, dass sie nicht da sind. Die mit einem kurzen Abwinken auf die vom Zeitungsverkäufer dargebotene Zeitung reagieren, ohne den anderen Ort zu verlassen, an dem sie sind. Wo ist dieser Ort, fragt er sich. Dieser Ort ist jeder hier in der Menge. Jeder von denen mit dem Telefon am Ohr. Sie sind alle anderswo für jemand anderen, der ebenso anderswo ist. Nur wer ist dann noch hier? Menschenhüllen auf dem Weg irgendwohin.

Aber es gibt sie noch, die Langsamen, da und dort einen von ihnen, einen Zeitdieb, einen Zeitbesitzer, deren gelassene Bewegungen von ihrem Besitzerstolz zeugen. Besitzer eines unsichtbaren Guts sind sie, von dem nur wenige wissen. Wer schauen kann, der sieht sie in ihrer Gelassenheit.

In der Stadt, in der seine Wohnung mit der Treppe liegt, bleibt nicht viel Zeit für die wenigen, die sie zu schätzen wissen. Es sind die, mit denen kaum einer redet. Sie halten sich im Hintergrund. Sie sind, was hier kaum je vorkommt, unbeschäftigt. Sie versuchen aus ihrem Nichtstun auch kein Geheimnis zu machen. Sie zeigen es jedem, der es sehen will. Doch kaum einer sieht es, denn es ist nicht von Interesse für die, die in der Abwesenheit ihres Mobiltelefons leben. Die Zeitbesitzer sind schön, jeder auf seine Weise. Der eine hat Augen, die jede Bewegung auf der Straße wahrnehmen. Augen, die alles halten. Der andere hat eine Gelassenheit in seinem Eckenstehen, die ihm keiner hier nachmacht. Es ist eine Gelassenheit von weit her. Er hat sie aus seinem Land übers Meer mitgebracht. Die Zeitbesitzer sind keine Jäger. Sie stehen nicht herum, um jungen Frauen nachzuglotzen oder ihnen ins Ohr zu zischen, wenn sie mit ihrem Telefon vorbeihasten. Auch wenn es durchaus vorkommt, dass der eine oder andere von ihnen seinen Hals nach der Silhouette einer Gehsteigschönheit verdreht. Wenn, dann aber ordentlich. Kein heimliches Augenverdrehen, kein Stieren und kein Gieren. Als Zeitbesitzer haben sie ihr Recht auf den Anblick. Es gibt in dieser Stadt, wie überall auf der Welt, Vorübergehende, denen nicht nachzuschauen nicht nur eine Dummheit, sondern auch ein Versäumnis wäre. Denn was ist die Arbeit eines Zeitdiebs, wenn nicht die Schönheit einer Vorübergehenden zu feiern. Sie dankt es ihm mit einem winzigen Augenaufschlag, während sie in ihr Telefon haucht. Sie weiß um seine Arbeit. Sie weiß, dass sie seine Augenfreude ist. Sie schenkt ihm gern den Anblick ihrer makellosen Hüften in ihren tiefgesetzten Jeans. Die Anpöbler und Gaffer, die Sackkratzer und Wüstlinge erkennt sie ohne hinzusehen. Sie verkleinert sich, gibt ihnen nur das unbedingt Erforderliche von ihrem Anblick, und weg ist sie.

Er hat sein geheimes Leben. Dieses Leben gehört ihm ganz allein. Mit seiner Frau hat er ein anderes Leben. Sein Leben auf der Straße, als Zeitdieb unter Zeitdieben, sie würde es nicht wollen. Sie würde als erstes das Wort Warum aussprechen, und bald würde das Wort Zeitverschwendung folgen. Für so etwas haben nur Arbeitslose Zeit. Und andere Versager. Die sollten mal einen Tag arbeiten wie sie. Davon würde ihnen das Herumstehen schon vergehen.

Und ihre Schönheit würde mit ihnen vergehen. Sie würden von Tag zu Tag schneller gehen, bis sie im Strom der Gehsteigtelefonierer und U-Bahnsprinter nicht mehr unterscheidbar wären.

Es ist noch nicht lange, dass er Augen hat. Er ist ein Anfänger im Wahrnehmen. Ein paar Wochen sind es erst, dass er auf der Straße ist. In den Wochen davor in der Dämmerung seines Zimmers, zuerst ans Bett, dann an den Sessel gefesselt, vergaß er, dass es die Welt draußen gibt. Er vergaß sie, denn es war vernünftig sie zu vergessen. Die Straße existierte nicht mehr, wenn er auch ahnte, dass ohne ihn alles seinen gewohnten Gang ging. Dass draußen der Kleinkrieg des Alltags andauerte. Aber allein die Vorstellung vom Geschehen auf der Straße erschöpfte ihn. Der Ablauf der Tage bestand im Einnehmen der Medikamente und Mahlzeiten. Im Steigen und Sinken des Tageslichts. Es war das Licht der Straße, das ihn ausschloss, das nur gedämpft bis zu seinem Sessel eindrang. Seine Frau verließ die Wohnung im Dämmerlicht, und im Dämmerlicht kehrte sie von der Arbeit zurück. Sie stellte ihre Tasche ab, sah zu ihm herein und begrüßte ihn mit jener Zurückhaltung, die sie gegen ihn seit ein paar Monaten pflegte. Sein Unfall war eine zusätzliche Belastung, denn sie hatte sich mehr und mehr von ihm entfernt und wollte ihn wohl verlassen, das spürte er. Nun aber konnte sie ihn in seiner Hilflosigkeit nicht allein lassen. Ein Notfallprogramm sprang an, sie brachte ihm den Einkauf, kochte abends für ihn, was sie schon sehr lange nicht getan hatte. Sie sah ihn an, als durchschaue sie ihn, als hätte er den Unfall inszeniert, um sie daran zu hindern ihn zu verlassen. Er war reduziert auf seine Eigenschaft als Belastung. Er war wütend auf sich selbst, dass er so schwach war. Konnte man so schwach sein? Er hatte es nicht gewusst.

Er machte die Übungen, die ihm der Physiotherapeut gezeigt hatte, und er erhöhte die Frequenz der Übungen jeden Tag ein wenig. Er musste raus aus seinem Sessel, raus aus der Wohnung. Er durfte nicht länger von ihr abhängig sein. Ihr Gesicht zeigte ihm, dass es Zeit war auf eigenen Beinen zu stehen. Er berichtete ihr nicht von seinen Fortschritten. Er sagte ihr nicht, dass er nun soweit wäre, es mit der Treppe zu versuchen.

Er wartete, bis sie das Haus verlassen hatte. Er wartete weitere fünf Minuten, sollte sie etwas vergessen haben und zurückkommen. Obwohl sie nie etwas vergaß. Sie war nicht der Typ dafür etwas zu vergessen.

Leise schloss er die Haustüre, ging bis zur Treppe, hielt sich am Geländer fest und ging rückwärts eine Stufe hinunter, und noch eine, und noch eine. Dann drehte er sich um und ging rückwärts treppauf. Er setzte einen Fuß auf die nächsthöhere Stufe und zog den anderen nach. Dann die nächste Stufe. Als er oben war, spürte er leichten Schwindel. Die Kraftlosigkeit in seinen Beinen. Seine Muskeln hatten sich völlig zurückgebildet. Sein Herz schien schräg an einem Haken zu hängen. Es würde eine Weile dauern bis er die Treppe schaffte.

Er versuchte es mehrmals täglich. Jedes Mal ein paar Stufen mehr. Nach einer Woche schaffte er es bis ins nächste tiefergelegene Stockwerk und wieder zurück. Vier Tage später kam er bis zum übernächsten Stockwerk. Er stand auf dem flachen Treppenstück und hielt sich am Geländer fest. Es war die Angst, die seine Beine zittern ließ. Er war allein auf der Treppe. Was, wenn er es nicht bis in seine Wohnung schaffte? Irgendwann würde einer kommen und ihm helfen. Er würde es schaffen, er musste es schaffen. Er musste nur die Angst überwinden. Er musste sie in eine kleine Schachtel sperren und die Schachtel in seinem Kleiderschrank vergraben. Er hatte die Wahl: Angst und Unfreiheit oder Mut und Freiheit.

Seiner Frau erzählte er nichts von seinem Training. Er saß wie immer in seinem Sessel im Dämmerlicht, wenn sie nach Hause kam. Sie zeigte ihm immer das gleiche Gesicht, das sie eigens für die Rückkehr in die Wohnung aufsetzte. Er hätte gerne ihr Bürogesicht gesehen. Es musste sich deutlich von dem unterscheiden, das sie ihm präsentierte. Sonst würde sie dort nicht mehr arbeiten.

Während sie in der Küche hantierte, stellte er den Fernseher an, der die Wortlosigkeit zwischen ihnen absorbierte.

Seit ein paar Tagen ist er draußen. Er hat nicht gewusst, wie schön die Stadt ist. Die Stadt ist eine Plattform für die Inszenierung des Alltags. Jeder von denen, die an ihm vorbeigehen, spiegelt sich für einen Augenblick in ihm, so wie auch er in jedem von ihnen. Die meisten merken nichts von seiner Anwesenheit. So war sein Training der letzten Wochen, unsichtbar zu sein für seine Frau, nicht vergebens gewesen.

Die Stadt pulsiert im Takt der Arbeit. Morgens der Büroverkehr. Gehetzte Gesichter, Telefonate mit einem Pappbecher kalten Kaffee in der Hand, die Aktentasche unter den Arm geklemmt. Um neun, wenn alle in ihren Büros sitzen, gibt es die ersten Momente von Stille. Mitten im Lärm der Wagen hält die Stadt ihren Atem an. Die Stadt, dieses metallene Tier, atmet. Auf dem Gehsteig bilden sich Lücken, die von den Konturen der abwesenden Menschen erfüllt sind, wenn man lange genug hinsieht. Im Park führen Rentner ihre Hunde spazieren. Zwei Hundespaziergänger begrüßen einander, sie deuten auf den Hund des anderen, es ist leicht, über den Hund ins Gespräch zu kommen. Man merkt ihnen die Erleichterung an, eine Brücke schlagen zu können, ohne von sich selbst etwas preiszugeben.

Der Park nimmt die auf, die der Straße müde sind, die sich an ihr sattgesehen haben und sich nichts von ihr erwarten. Der Park ist der Ort des Rückzugs, des Eingeständnisses von Schwäche.

Vor zwölf nimmt die Geschwindigkeit der Straße zu, die Gehsteige füllen sich, die Jagd nach dem Mittagstisch beginnt. Das Heer der Angestellten strömt in Gruppen aus den Büros. Da und dort ein Einzelgänger, Telefon am Ohr. Letzte Verabredungen, ehe es in die Restaurants und Cafeterias geht.

Für den Zeitdieb eine Prüfung. Was tun, wenn alle essen und sich gegenseitig ihre Probleme erzählen? Die Angestellten sind ihm zu nervös, er meidet ihre Restaurants. Neben einer Gruppe von Geschäftsleuten beim Arbeitsessen ist der Zeitdieb deplatziert.

Der Zeitdieb sitzt mit einem Sandwich auf der Bank neben einem leeren Kinderspielplatz. Die letzte Mutter zieht ihr Kind aus der Sandkiste, das sich dort festzuhalten versucht. Es schreit, als es merkt, dass seine Anstrengung fruchtlos ist. Die Mutter ignoriert ihr Kind, während sie es ins Auto packt. Sie fährt davon, der Kopf des Kindes auf dem Rücksitz ist feuerrot, das Gesicht verzerrt.

Er isst sein Sandwich und bemerkt, dass er frei ist. Er kaut langsamer, denn niemand treibt ihn zur Eile, kein ‚meeting’ erwartet ihn, kein ‚briefing’, kein ‚pitching’. Das Sandwich wandert durch seinen Mund, jeder einzelne Bestandteil geht auf, zergeht auf seiner Zunge. Es ist das beste Sandwich, das er je gegessen hat.

Wenn die Angestellten vom Mittagstisch in ihre Büros strömen, gewinnt die Stadt an Geschwindigkeit. Doch mit der Hektik des Morgenverkehrs ist die nun einsetzende Beschleunigung nicht zu vergleichen. Es ist, als verberge sich in jeder Bewegung die Müdigkeit der Sättigung. Der Nachmittag bietet ein unklares Bild. Wer von den Passanten sich für einen Arztbesuch, einen Ausflug in den Stadtwald, einen Kindergeburtstag freigenommen hat, ist schwer zu sagen. Zwar ist ihr Schritt gerichtet und, anders als der der Zeitgenießer, von einem unsichtbaren Ziel gebündelt. Doch auch diese scheinen manchmal so von ihrer Arbeit der privaten Zeitvertilgung eingenommen, dass sie kaum von den vorzeitig aus den Büros Entlassenen zu unterscheiden sind. Nachmittags tun sich da und dort Räume auf, Inseln der verdichteten Zeit, die vorher nicht sichtbar waren. Die Höhle eines alten Schusters, in dessen Regalen handgefertigte Lederschuhe auf ihren Besitzer warten. Ein altes Kleidergeschäft in einer Seitenstraße, im Schaufenster ein angegilbtes Rüschenkleid, dessen mögliche Käuferinnen irgendwo in einem windgeschützen Winkel der Stadt verborgen leben mögen, unwahrscheinlich, dass das alte Kleid sie noch findet. Auf den Quais am Fluss hocken, liegen junge Paare, Studenten mit einer Vorlesungsmitschrift zur Tarnung für ihr Müßiggängertum, ein Mann mit dunkler Hautfarbe und dem Brennen eines südlichen Landstrichs in seinen Augen. Er kennt diesen Mann, nur woher? War es eine Abendgesellschaft? Ist es ein Gesicht von, wie man so sagt, öffentlichem Interesse? Hat er womöglich nur im Dämmer seines wochenlangen Hausarrests mit ihm verkehrt? Aber ergeht es ihm seit seiner neuen Freiheit nicht wiederholt so? Da und dort blitzen einzelne Partien eines Gesichts auf, in der Drehung eines Kopfes, nachdem ein ihn verdeckender Passant zur Seite getreten ist, den an der Ampel wartenden Fußgänger freigegeben hat. Dieses Gesicht gehört zu welcher Erinnerung? Welche Worte sind durch diesen Mund gegangen? So geschieht es immer wieder, oft genug, um ihm verdächtig zu erscheinen. Hieß es nicht, dass, wenn mit einem Mal nur noch bekannte Gesichter in der Menge auftauchen, es sich wahrscheinlich um eine psychotische Störung handelt? Der alte Bekannte oder prominente Unbekannte geht an ihm vorbei, ihre Blicke streifen einander, doch es folgt kein Wiedererkennen. Nicht jedes Gesicht in der Menge ist ihm vertraut, aber doch mehrere auf seinem langen Gang durch die Stadt. Je näher er den großen Boulevards kommt, desto mehr nimmt der Verkehr zu. Vor den Boutiquen mit den klingenden Namen dreht es ihm wie von selbst den Kopf da und dort nach einer unvergleichlich dahinschreitenden Frau. Er meidet die Nähe des Arbeitsplatzes seiner Frau. Was, wenn er ihr unverhofft auf der Straße begegnet? Sein geheimes Leben nähme jäh ein Ende. Weiter will er nicht denken. Seine Streifzüge sind geschenkte Zeit, er wird wieder zurückmüssen in den Trott der Angestellten, die schubweise aus den Métroabgängen strömen, blicklos in der Menge verschwinden.

Nicht die Vitrinen in den Einkaufspassagen, nicht die großen Schaufenster der Luxusgeschäfte sind es, die seinen Blick fesseln, vielmehr sind es die Menschen, die in nicht abreißendem Strom die Gehsteige bevölkern. Er liest in ihren Gesichtern, ohne sie anzustarren. Ein Augenaufschlag, ein Blick aus dem Augenwinkel. Und doch bleibt keiner seiner Blicke verborgen, Männer sehen irritiert auf. Die Frauen hingegen scheinen unter seinem beiherstreifenden Blick zu erwachen. Sie werden wahrgenommen, nicht angestarrt, nicht belästigt von diesem doch irgendwie abwesenden, träumenden Augenmenschen, der für die Härte der Stadt nicht geschaffen scheint. Sie erwidern seinen Blick nicht direkt, vielmehr richten sie sich auf, federn elastischer in der Hüfte. Er lässt sie vorbeiziehen, jede von ihnen mit ihrer eigenen Geschichte in ihren Zügen, mit ihrem eigenen Schritt.

Es ist spät, er hat die Zeit überschritten. In der Luft ein anwachsendes Zittern vom Büroschlussverkehr an den Quais. Die Terrassen der Cafés und Restaurants füllen sich, jemand winkt von drüben, er quert akrobatisch zwischen den stockenden Wagen die Straße.

Zu Fuß würde der Rückweg zu lange dauern. Er geht den Métroschacht hinab, taucht ein in die lange nicht gesehnen Gedärme der Stadt. Er steigt aus dem Métroschacht in der Nähe seines Hauses. Er hat keinen Blick mehr für die Gesichter ringsum, nimmt nur aus dem Augenwinkel in der Bar an der Ecke ein paar Männer wahr, einer gestikuliert mit einem Bier in der Hand. Die Hauswand zeigt schon das Dämmerlicht, das noch in der hereinbrechenden Dunkelheit eine Weile nachzittern wird. Vielleicht hat sich seine Frau verspätet, die Zeit vergessen, so wie er sie vergessen hat, vergessen durfte? Er steigt die Treppe hinauf, nicht zu schnell, von Stufe zu Stufe, denn erst die Treppe zeigt ihm seine Schwäche, die ihm noch in den Gliedern sitzt. Er schiebt den Schlüssel ins Schloss, dreht ihn lautlos um. Im Flur kein Geräusch. Er schließt die Tür ebenso leise. Er hat also Glück, sie ist noch nicht zu Hause. Sein Blick fällt auf seinen Koffer, der, seltsam, neben der Garderobe steht. Seine Frau steht mit verschränkten Armen im Türrahmen. In ihrem Blick zeigt sich ein metallenes Blitzen.

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