triest,
san giusto
(Leseprobe
aus: Gedichte/Pesmi/Poems, 1998, Drava Verlag - Übertragung
Klaus D. Olof, Tom Priestly, Marija Smolic, John L. Plews)
der
scharlachrote ring der verschwimmenden bucht rückt näher aus der ferne.
ich fliehe wieder ins auge zurück und wünsche, daß mein erstes herz wie ein
kolibri
aufs festland flöge, mein zweites herz sich wie eine ratte unter dem pflaster
von san giusto versteckte.
krank von der schwerkraft drehe ich mich zum horizont, von wo ein schiff sich nähert
ungesäumt, feierlich, als hätte es amber und sandelholz geladen für stunden
träge fließenden
dösens. von der mauer wohin den blick richten, wie die kopflose hoffnung dem
vorplatz
einritzen? unerkannt und fremd lauern meine haare an land auf beute,
die schildmütze des alten schneidet in den himmel. mein wehmütiger nacken wächst
ins licht.
Rezension I Buchbestellung I home III07 LYRIKwelt © Drava/M.H.