Fortunas langer Arm
Wer hätte es gedacht,
der Lebenssinn, er ist erwacht.
Kein Wind von vorn kann dich erschrecken,
wenn du Bewusstsein willst entdecken.
So geht es jedem Menschen mal,
steigt hoch hinauf und fällt ins Tal.
Doch niemals wird er ganz stagnieren,
die Lebenskraft sich arrangieren.
Als Pendel schwankt es links und rechts,
des Ausgleichs Mitte bleibt gerecht.
Wenn’s wichtig scheint, wirst du sie suchen,
der Weg ist weit, dein Ziel berufen.
Das Rad oft auf- und abwärts ging,
doch immer ward viel Lehre drin.
Umsonst war doch kein Augenblick,
erkenn dich selbst und dein Geschick.
So freue dich von Tag zu Tag,
darin sehr viel Erkenntnis lag,
mit Gottes Hilfe – Rat und Tat,
und lebst bedacht von früh bis spat.
Geboren wird man bald aufs Neu,
doch diesmal ohne Angst und Reu.
Sodann mag jede Seel’ sich abermals entfalten,
nach jedem Wandel aus eignem Lichte „Weltliches“ gestalten.
Dies stammt von Kräften aus höheren Gewalten,
erkoren aus dem unbegrenzten „Selbst“, um es halten,
sowie dem guten, roten Fadenspiel,
Fortunas langer Arm und haargenaues Ziel,
war’s, was ich dereinst im Geiste aufleuchtend so vor mir sah,
und mancher selbst erkannte Sinn ist „beileibe“ doch auch wahr.
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