Über mich selbst
(Leseprobe aus: Münder Seele Tauschend, Gedichte,
2000, Pendragon-Verlag)
An einem Zufall sterbe ich. In Akten
die Notiz schließt ab mein Dasein. Was
die Leich kostet, hält mein Konto nicht. Kann sein,
daß jemand mich vermißt auf ein, zwei Jahre.
Ich leg die Hände auf den Holztisch vor mir.
(Das Holz gehört mir nicht, ich wohn möbliert.)
Hände", sag ich, unbehaart, geädert, Fremde,
die mit mir leben - Aschenhände, tauglich
wozu? die Leere kennend
weißen Papiers, die Wärme einer Haut -ihr
habt gelauert, in der Tasche steckend,
Geld zählend neben meinem Sack, geschrieben
in fließend Wasser... seht!"
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