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Betteln, borgen, stehlen
(Zitat aus:
Betteln, borgen, stehlen, Aus
dem Leben eines Schriftstellers in New York, 2010,
Hoffmann & Campe - Übertragung Hans-Christian Oeser).
Bruderliebe
Mein alter Herr war wie Kronos,
der Vater des Zeus: er konnte die Vorstellung, dass eines seiner Kinder
ihn überflügeln könnte, nicht ertragen. Pulsierender Mittelpunkt seines
Lebens war sein Schrottplatz; die
Welt jenseits davon schien ihn misstrauisch und ängstlich zu stimmen. Beschämt
darüber, dass er keine Schulausbildung
genossen hatte, fasste er meine Belesenheit als persönlichen Affront auf.
"Was, glaubts du, ist mehr wert", fragte er mich einmal, "eine Ware oder eine
gottverdammte Idee?"
(...)
Rezension I Buchbestellung I home II10 LYRIKwelt © Hoffmann und Campe