Ulrich Grasnick

Herbstlicher Hafen

Durch Laubjalousien rinnen
zerbrochene Schatten ins Haus,
aus dunkelnder Landschaft des Sommers
wandern die Feuer aus.

Im Hafen die weißen Segel
an Masten herabgewelkt.
So schnell im Wind verwehte
das Lied, das vom Sommer geschwelgt.

Die Zeit, sie lichtet die Anker,
fährt als fremdes Schiff schon vorbei,
Zeit, die schwindende Spur im Sande
und kommender Zugvogelschrei.

Rezension I Buchbestellung I home 0217 LYRIKwelt © Ulrich Grasnick