Fest der Dreifreißigheit
Die Zeit – sie zieht dahin und hilflos bleibt
das Sein zurück – sich drehend reißt die Jugend
von ihrer Schönheit ab und somit treibt
die Scholle fort auf ihrer Reise suchend.
Nach Sinn es dürstet viele Seelen hier,
erst auf des Treibens Reise wird es klar –
der Liebe zu sich selbst bedarf es dir,
um ohne Angst vor dem was ehmals war
das Haus im Innern deiner Träum’ zu finden,
zu leben dort – ach, nicht fest sich zu binden,
erfreut die gelbe Knospe späten Wehs.
Die drei mal zehn nun bald vergehn und stehen
dir ausgezeichnet gut – laß ab! und gehen –
am End’ der Leiden schafft die Liebe dich.
(2003)
Rezension I Buchbestellung II03 © LYRIKwelt