Eusebio stirbt
(aus: Las personas del verbo/Die
Personen des Verbs, Gedichte, spanisch/deutsch, 2004, Elfenbein-Verlag
- Übertragung Manuel Monge Fidalgo und Sven Limbeck)
(Das Original "Muere
Eusebio")
Meinen Schwestern
Man sagte es uns, als wir heimkamen. Du warst auf
den Hocker mit der Bügeleisenablage gesunken und
schautest uns mit ungläubigen Augen an wie einer,
der gerade die unerklärliche Nähe des Todes
gesehen hat und sich fast nicht beklagt. Wir gaben
dir als Begleitung ein paar vage Sätze mit,
irgend etwas, denn du warst jetzt
endgültig allein. Wie sehr wünschte ich mir,
noch derselbe wie wie damals zu sein … Wir alle
würden stromaufwärts schwimmen, um dir
wenigstens ein menschliches Wort,
ein bisschen Wärme zu schenken. Wäre es
doch so wie die Nachmittage und der Pinar
del Jinete mit Rauch und trockenem Wind!
Als wir nur das liebenswürdige Lächeln
deiner schmutzigen Zähne
verstanden und deine krummen Hände, die
für uns wie Brot waren, in der Mitte der Welt:
eine Welt so unerklärlich wie dein Tod
– unsere Kindheit in den Jahren des Bürgerkriegs.
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