Der Filz
(Leseprobe aus: Der Filz, Roman, Seite 159,
1992, Zytglogge).
Sie einigten sich, wie angedeutet, auf einen Herzinfarkt anlässlich einer
Abendsitzung bei einem Bankkunden. So wird es in der Pressemitteilung stehen,
die Feller veranlasst hat. Alder bereitet das Communiqué und auch die Grabrede
vor, die zu halten Feller sich genötigt sieht, und darin wird von "überraschend
mitten aus seiner verantwortungsvollen Arbeit herausgerissen ..." die Rede
sein. Hinzu kommt, dass ihm heute morgen Francis Clerc angerufen und mitgeteilt
hat, dass Thomas, der sich offenbar bei seiner Schwester verstecken wollte,
wieder verhaftet worden ist, und Feller wundert sich, dass ihm Rindlisbacher
nichts davon gesagt hat.
Rindlisbacher müsste eigentlich über das Tun und lassen seiner Polizei besser
auf dem Laufenden sein, findet Feller. Er ist indessen froh darüber, dass er
Thomas sozusagen in Sicherheit weiss, auch wenn er für seinen Sohn eine
andersartige Sicherheit gewünscht hätte. Bleibt die Suche nach den Papieren.
Das hat den absoluten Vorrang. Sollten diese Papiere an die Öffentlichkeit
gelangen, muss nicht nur er, Feller, unverzüglich den Hut nehmen, sondern
praktisch das gesamte politische Establishment dieses Kantons.
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