bethesda
erste ruhepausen
schleichen sich in deinen tag
ein nest aus zweigen
wie die worte
fliegen die vögel
von ast zu ast
der baum
der gesprächigkeit
schweigt
nun
und nur das grün
spricht
so sprich du selbst, mein weg
so sprich
und sag von dir, von mir
und sag von allen
die wir sind und waren
und sprich vom rauch
und zeig den wind
der ihn in die ferne trug
und sage: zeit
ist geschwind
für unser auge
doch unser herz, mein kind
ist unser zuhause
ein atem
eine wand
die nicht bricht
und steine, die der wind
nicht an sich nimmt
nein, die zeiten
der blätter
bestehen aus grün
sie bestehen aus grün
so trage
jedes wort
in seine sonne
und jeden mond
in seinen satz
es ist eine schule
der zahlen und buchstaben
die ich dir gebe
mein schatz
ein abendmahl
ein abendlied
ein kurzes, stilles wasser
wein
und kerzen
gute nächte
gutes, gutes brot
es gibt wenig dunkelschattierungen hier
wenig kontrast
sagt der fotograf
und entfernt sich
er wird zurückkehren, vielleicht morgen
und einen ruhigen platz suchen
frei von lärm
in stille
wird er die hasen
sich selbst überlassen
die gnome, die feen
er wird sich nicht bewegen
oder kaum
um auf den knopf zu drücken
und für einen augenblick ein fenster
zu öffnen
(06./09.2008)
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