leben und tod
gottlob, noch nicht in die letzte stunde gekommen
ist das mir bestimmte zeitenmaß
o rauschende ballnacht
ich trinke reinen apfelsaft und lobe den wein
das brot ist roggenschwarz und silbern
am sonntag der karpfen
ich will noch so viel leben
doch einer stöhnt in barmherzigen linnen
die zeit tropft in traurige träume
zu den himmeln auf bäumt sich der nackte leib
ein dürrer atem fleht zum schmerzensgott
ach herr, erlös mich von dem übel
kein engel heilt herbei
die sterne wenden sich ab
bald, warte nur, ist die reihe an mir
irgendwann. ungefragt. ich die erwählte
in der bittersten nacht nur ein wimpernflimmern
dann - eine kordillere auf meiner armen brust
ein schlag ein letzter aufschrei
augenlos harrt der mond vor den fenstern
und alle winde schweigen mir
Rezension I Buchbestellung I home 0I07 LYRIKwelt © H.F.