Ludwig Fels

Deutsche Gedichte
(aus: Jahrbuch der Lyrik 2004)

Es steht nichts mehr zwischen den Zeilen

kein Platz zwischen den Zeilen

das Papier vollgeschrieben

mit dem Nichts von Heute.

Immer zu wenig

Blut in den Adern, immer

zu kalt.

Immer noch dasselbe hohle Getön

Kunststückchen darüber wie man

die Hände bewegt ohne zu arbeiten

und schicksalsschwer die Seele runzelt, um den Schatten

zu betören

sag ich mal einfach so ist ja auch egal.

Vom Rand der Dinge kommen noch manchmal

Stimmen. Dort wird noch gekämpft

und verloren, dort gibt es noch diese

Leidenschaft der Besiegten und dieses

Lächeln über die Lügen der Liebe.

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