Margit Farwig

Nachtblau

Ein letzter Ton verklingt 
verschlafen dringt’s 
aus Vogels Kehle 
berührend Herz und Seele 
die Ode leis’ und sacht 
süß sehnend in die Nacht 

zur blauen Stunde singt 
tief innern still beringt 
fast glockenrein gedunkelt 
azur getönt und sterngefunkelt 
mit reinem Glanz im Haar 
ein Engel wunderbar 

auf türkisgrünen Bändern 
gewirkt mit goldnen Rändern 
als Traum facettenreich belaubt 
nachtblauer Atem angehaucht 
die Stille eingesenkt 
gesalbte Nacht uns schenkt

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