Herbert Eulenberg

Der Mensch raucht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist

Der Mensch raucht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist,
Einerlei, ob er aus Rußland, Cuba oder Sachsen ist.
Wenn ich zur geliebten Zigarette greife,
Stopft sich ein anderer mit Shag seine kurze Pfeife.
Und sag ich, daß ich bei der Arbeit nie Rauche,
Knurrt ein andrer, wozu man den Knaster denn brauche.

Kurzum, es ist hier wie in allem hienieden:
Ein jeder Mensch ist und raucht höchst verschieden.
Und der blaue Dunst, der vom Mund ihm geht
Und mit dem Atem zu Luft verweht,
wird von jedem auf seine Weise geliebt,
Bis er wie einst alles auf Erden zerstiebt.

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