Eckhard Erxleben

Die Wende

Ich schaue auf
mein bewegtes Land
mit den gleichen Augen.
Gleich sind die Augen nicht.

Nicht abwenden!
Lieber hinwenden!
Zu mir selbst allerdings,
dem fast Verlorenen. So
nicht mehr verwenden lassen
und niemand verwenden.
Weg mit den Wänden
aus Angst gemauert.
Erleben die Trauer und die Freude.
Aushalten die anderen Blicke:
wenden sich zurück.

Ich schaue auf.
Mein bewegungsloses Land.
Das Selbstvergessene. Das Erinnerungslose.
Aber wage dann doch mit Dir den Blick
durch das Schlüsselloch der Geschichte,
denn da drinnen proben schon
ein paar Narren wie Du und ich
ein neues Stück.

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