Ute Eckenfelder

Weiter als mein Wort, ich ging zu weit
(Leseprobe aus: Ist wo die Eule, Gedichte, 2006, Corvinus Presse)

an Kanten, wo in Wellengängen
Zeit sich einschreibt. Mancher findet dort
Bernsteingeglitzer, gestrandetes Gut,
findet ein Wort, daß etwas herausgerufen würde
aus der Gleichgültigkeit gegen uns.
Denn nichts kennt uns, die schwarze Materie so wenig,
wie der Gott der Gnosis, der uns erschuf.
Manchmal findet ein Jäger, der mit blutigen Händen
Den Balg eines Wilds aufbricht, Wahres
in seinen Eingeweiden,
wie am Strand Fischer aus faulendem Holz noch
Feuer für ihre Hütten schlugen.

Rezension I Buchbestellung I home IV06 LYRIKwelt © Corvinus Presse