Thomas Dörting

Novembernacht

Novembernacht

 

Sie naht, kommt über uns,

verheißungsvolle Nacht,

von Lust und Leidenschaft gesäugt,

wo Aphrodites Blick aus frühem Dunst

verstörend Zwiegestirne zeugt.

Urschall: Sehnen-Zittern, weiß das Gold im Ziel.

Drehen, Atmen: Flittern. Nichts ist ein Zuviel.

Der Jagd in dunkle Gründe sind Trophäen

wir uns, die ephemern durchs Holozän.

Erlegt im Rotpastell vexiert, schon überwaid-

Ein Hauch von Halt,

Ein All aus Einsamkeit.

Erschließ die Hand, liebkose

die Seelen Deiner Finger

bis zum Ende letzten Atemzuges

unvergleichlich stumm.

Blüh ein, mein Leben! Tose!

Und lass mich nie vergessen -

Es schwang

um

eine

Ewigkeit herum

von der wir den geringsten Teil,

doch wahrhaft

wirklich uns!

zu einer Zeit besessen.

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