Hallo Mr. Zebra von Bianca Döring, 1999, dtv

Bianca Döring

Hallo Mr. Zebra
(aus: Hallo Mr. Zebra, Roman, 1999, dtv)

Am frühen Montagmorgen erwachte Elisabeth mit einem Ruck aus schwerem Traum, im Ohr sogleich wie aus weiter Ferne Augustas leises Stöhnen und Fluchen, Annies Herumgewälze im Bett, Trudies fünfmaliges Niesen vom Dachboden her, Hieronymus' Pinkelgeräusche aus dem Bad, und fühlte, es müsse sich etwas Arges zugetragen haben.
O ja: der Sonntagnachmittagvorfall lastete schwer im Goldmann-Haus!
Sie hatten den obligatorischen Sonntagsspaziergang hinter sich gebracht, die Mädchen waren mit gelangweilten Mienen vor den Eltern hergetrottet, Hieronymus schwang seinen Spazierstock, Augusta wischte sich in regelmäßigen Abständen mit ihrem grauweißen Taschentuch den Schweiß von Stirn und Oberlippe, und schließlich und endlich kehrten sie ein, saßen um einen der quadratischen Tische herum in dieser kleinen Bude mit der niedrigen Zimmerdecke, die Ellbogen auf der mit rosa-grünen Romben verzierten Plastiktischdecke, die Blicke einträchtig auf den Nelken in der geschwungenen Vase, die Finger spielten an den eierförmigen Salz- und Pfefferstreuern, alles aus dem neuen Kunststoff, ebenso die tomatenroten Sitzbezüge. Der dicke Gräb wusch Gläser, ab und zu schlurfte er nach vorn zu seinem Verkaufsfenster, um Laufkundschaft zu bedienen, dann lachte er laut und redete wie durch ein Megaphon, schnarrend und schallend, plauderte und ließ die Gäste hinten warten, während seine scheue rehäugige Frau in der winzigen Küchenecke hantierte, die man einsehen konnte, saß man am letzten Platz unter dem Hirschgeweih, und glauben, hier handele es sich um die Einrichtung eines Campingwagens; hin und wieder zogen scharfe Bratendämpfe wie von kleinen Vulkaneruptionen durch die Gaststätte und nebelten sie kurzzeitig ein.
Der Gräb war eine besondere Instanz, das erkannten auch Fremde an seiner treuen, zufriedenen Miene, den zerzausten grauen Haaren, den Hausschuhen aus Filz, die ihm an den Füßen schlappten. Seine Pinte war brauchbar für die unterschiedlichsten Anlässe: Ausflugslokal der Wochenend-Besucher, werktags bekamen die Bauarbeiter ihre Hausmannskost, Kaffee und Kuchen gingen an Kind und Kegel, Fanta und Bier an die herumlungernde Jugend sowie die Stammtisch- und Skatbrüder, und sogar kleine Hochzeitsgesellschaften ließen sich ausrichten, dann räumte man eben das angrenzende private Wohnzimmer zur Seite.
Hieronymus hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, hier heimlich eine fette Fleischwurst zu verspeisen, sobald er herausbekam, daß es abends bei Augusta Rote-Bete-Salat oder aufgewärmte Gerstensuppe oder eine vergleichbare Scheußlichkeit geben würde, anschließend saß er appetitlos am Familientisch und schob seine Weigerung auf das Wetter, die Galle, das notwendige, der Gesundheit dienliche Kürzertreten (wie doch allewelt jetzt anempfiehlt!).
An jenem Sonntagnachmittag hatte Augusta Brause für die Töchter geordert, für sich und den Mann je ein Täßchen Bohnenkaffee, außerdem erhielt jeder einen Negerkuß. Sie saßen da und schwiegen, mümmelten an der zähen Schaumware, Hieronymus verschlang sie mit zwei Happen, ließ sich eine Tageszeitung kommen und verschwand hinter der Papierwand. Trudie begann, irgendeine Belanglosigkeit aus ihrem Verkäuferinnen-Alltag aufzuleiern, daß sie jetzt auch die neuen eckigen Henkeltäschchen und sogar Caprihosen im Sortiment hätten und ihrer Meinung nach müßte man noch interessantere Sakkos, Übergangsmäntel und Cocktailkleider anbieten und ein bißchen modischen Schmuck, worauf Augusta sofort erwiderte, daß es geschmacklos sei, unechten Schmuck zu tragen, ja, eine Unsitte. Trudie widersprach mit der Begründung, es handele sich um echten Schmuck, auch wenn er nicht aus Gold sei. Falsche Bernsteine sind und bleiben falsche Bernsteine, entgegnete Augusta, und die beiden verwickelten sich in ein mehr gebrummtes, gemurrtes denn offenes Streitgespräch über richtige und falsche Halsketten und Gürtelschnallen.
Als Trudie gerade hochmütig und gereizt über synthetisches Schlangenleder, also Schlangenlederimitat referierte, wurde die Tür aufgerissen und ein stämmiger junger Kerl mit zwei Frauen und einem weiteren Mannsbild im Gefolge stürzte in den Raum, blieb breitbeinig stehn, strahlend, Hundegebell, Autolärm, Hitze sprudelten um ihn her, laut schrie er: Gräb, gibts hier keinen Platz mehr, he!, er stampfte einmal längs durch die Wirtschaft und zurück, packte den Gräb an der Schulter und schüttelte ihm die Hand, riß sie fast ab, warf sie in die Luft, mach uns mal Würschte, für alle, ich geb einen aus, los, setzt euch da hinten hin, hier hier hier!, und er scheuchte seine Freunde auf die von ihm vorgewalzte Bahn.
Die jungen Frauen, etwa in Trudies Alter, kicherten, wackelten in verdammt steilen Pfennigabsätzen und aufgebauschten, mindestens durch drei Petticoats gelifteten Röcken Richtung Hirschgeweih, der dunkelhaarige Rowdy und sein blonder Freund schleuderten ihre Motorradjacken wie Lassos, ließen sie über die Köpfe der Gäste sausen, sie landeten exakt links und rechts auf dem Tierschädelgestänge, die Mädchen kreischten.
Bring Schnaps, brüllte der Dunkle, er klopfte Gräbs Frau den Hintern, daß sie leise aufschrie, und riß ihr den Plastikbecher aus der Hand, mit dem sie gerade Mehl mit Wasser für eine Soße verschütteln wollte, ruderte nach vorn, griff eine Flasche Canadian-Club-Whisky vom Regal, schenkte sich den halben Inhalt ein und entdeckte im selben Moment Trudie, die hinter Hieronymus' papiernen Schutzschild getaucht war, um aus der Schußlinie zu sein. Sofort rief er ihren Namen aus, schnappte nach einem freien Stuhl und drängte sich eilends zwischen Trudie und ihre Mutter an den Tisch. Jene brave Familienrunde schien sich plötzlich wie ein Karussell zu drehen. Die Pranke des Wilden, dem mittlerweile eine Motorradbrille auf der Stirn prangte, Gamsschnallen an den Hosenträgern seiner abgewetzten bayrischen Knickerbocker und ein Schalke-04-Fähnchen hinterm Ohr, packte sich Trudies weiße Hand und drückte sie stürmisch an seine schweißglänzende Wange; er drehte sich dann um mit einem Ruck, fegte dabei den Rest von Augustas Mohrenkopf vom Teller und preßte Augustas Hand so fest in seine beiden Pfoten, daß sie sich, um ein lautes Brüllen zu unterdrücken, ein Stückchen Zunge abbiß und herauszischte: Herr Kiesel, bitte...!!
Hieronymus ließ die Gazette sinken und glotzte in das breite glühende Gesicht vor sich, seine Brauen schnurrten über der Nasenwurzel zusammen, er tat, als habe er keine andere Möglichkeit, als diesen unhandlichen Papierdrachen quer über den Tisch auszubreiten, so, daß Bill Kiesel ein wenig zurückfahren mußte, um ihn nicht übergezogen zu bekommen.
Annie kicherte in einem fort, sie hielt eine Hand vor den Mund, die andere preßte sie, zur Faust geballt, sich in den Schoß. Bill zog an Trudies Arm, um sie aus ihrer Ecke herauszuschälen, rief laut, sie solle sich doch mit nach hinten zu den anderen setzen, und nachher gingen sie alle noch zum Schwoof. Er stürzte einen großen Schluck der scharfen Spirituose hinunter, bleckte die Zähne zu Augusta hin, lobte ihre süße Tochter, stellte ihre besondere, zurückhaltende Fraulichkeit heraus, ganz anders als die anderen Mädchen sei sie, richtig toll, ein tadelloses Weib eben, er passe schon auf sie auf, er sei hundertprozentig der richtige dafür, und außerdem ein Gewinner, er habe eben noch zwei Tore geschossen, eins glatt beim Elfmeter - er zog ein gelbgestreiftes Trikot aus der Hosentasche - gegen die Ammersbacher, die verdammten, die hochmütigen, aber denen habe er es jetzt mal gezeigt, er sei Stürmer, jawoll, er stopfte das Trikothemd wieder zurück, er habe außerdem ein Gewehr, ein echtes Gewehr, damit ginge er auf die Jagd, er sei schon mit dem Jäger Struzyk und dem Jäger Taub auf der Jagd gewesen, sie hätten ganze Wildschweine geschossen, sie hätten tolle Saurüden gehabt, auf der Wildkanzel sei er auch schon gesessen. Ob nicht alle gern ein Eis hätten, ein ordentliches Eis, ein anständiges Eis statt dieser ollen Mohrenköppe da, he, Gräb, mach uns mal Eisbecher, Vanille, Schokolade, alles was du hast, mit Sahne, mit allem, für die ganze Familie hier, auf gehts!
Augusta schob die leere Kaffeetasse weit von sich, klaubte Sonntagstäschchen, Taschentuch und Strickjacke zusammen und stieß Hieronymus in die Rippen. Wir gehen!! Sie hatte schon ihr Hinterteil vom Sitz erhoben, da drückte Bill Kiesel sie zurück, hüpfte wie mit Sprungfedern vorwärts und rückwärts, und ehe man irgend etwas begriff, hatte er den noch nicht ganz fertig gefüllten Eisbecher Augusta vor die Nase gestellt, Annie scherzhaft an der Nasenspitze gezogen und Trudie einen Kuß auf die Backe gedrückt. Die Höflichkeit verbat der armen Augusta jede weitere Aufbruchsaktion.
Sie saß in der Falle. Bill setzte ihr noch eigenhändig drei Cocktailkirschen in die Sahne, und erneut versuchte er Trudie an den anderen Tisch zu entführen. Jetzt kam Bewegung aus Hieronymus' Ecke, er faltete umständlich die Zeitung zusammen, zückte seine Taschenuhr, ließ den Golddeckel aufspringen und verkündete, man habe jetzt nun doch dringend aufzubrechen, leider, man könne seine Schwiegermutter nicht länger warten lassen, nein, man habe auch noch das Kleinholz zu besorgen, ja, man könne ein andermal das Eis zusammen essen. Annie, die gierig den Löffel in die weiche kalte Masse eingetaucht hatte und ihn mit leuchtenden Augen gerade zum Mund führen wollte, rief in solcher Verzweiflung, daß alle, einschließlich der Tischnachbarn, erschrocken zu ihr hinübersahen: Nein! Nein! Nein! Genau! echote Bill Kiesel, das geht nicht, das gute Eis, das muß man ja wegschmeißen, wollen Sie das vielleicht wegschmeißen?
Nein!! Diesmal war es Augusta, der dieser Ausruf entfuhr. Man wirft nichts weg, rief sie mit rotem, ja, ausnahmsweise rotem Kopf. Kinder, eßt schnell, los, macht jetzt, beeilt euch! Sie stopfte sich gleich zwei Kirschen auf einmal hinein und half sogar mit den Fingern nach. Diese Geste, dazu ihre Gesichtsröte und die selbstvergessene Starre, mit der ihre linke Hand noch immer Jacke und Tasche umkrallte, machte sie zu einer Fremdartigen, ja fast könnte man sagen Bohémienne. Hieronymus aber war bereits aufgestanden und seine Ehre in Gefahr. Er konnte sich unmöglich wieder setzen. Er war das Oberhaupt. Er hatte eine Anordnung erteilt, die Bill Kiesel torpediert und seine Frau unterwandert hatte, und plötzlich, sein Gesicht wurde ruhig und müde, seine Augenlider senkten sich, war Hieronymus Goldmann die gesamte Runde an diesem Tisch aufs herzlichste gleichgültig! Das Eis, soll man es doch in die Wäscheschleuder kippen, Annie, soll sie jammern und heulen, Augusta, soll sie vor Gram unterm Tisch zerfließen, Bill, soll er dies oder das, piepegal, er würde jetzt nach Hause gehn und mit ihm der Rattenschwanz der Familie, und damit hatte sich die Sache. Hieronymus nahm den Mantel vom Haken und schnippte mit dem Finger, damit Gräb die Rechnung bringe. Augusta saß zwischen sämtlichen Stühlen: Ihre Töchter antreibend, verschlang sie gewaltige Eisbrocken, während sie sich gleichzeitig abmühte, halb sitzend, halb stehend, vorgebeugt und einhändig die Jacke anzuziehen, noch immer puterrot, mittlerweile so schweißgebadet wie Bill Kiesel, der sich erhoben hatte und vor Hieronymus hingetreten war.
Sie sind mir ein schöner Familienvater, trompetete er, daß jedermann bis mindestens Frankfurt am Main es hören konnte, so macht man seine Kinder unglücklich, so geizig, wie Sie sind, Mohrenköppe, daß ich nicht lache, wenn Sie das Eis nicht wollen, bittesehr, dann wird es eben jetzt so gemacht - und er schnappte sich die nächstbesten zwei Becher vom Tisch und goß die zerlaufene Süßspeise in Gräbs tiefes Gläserwaschbecken, der von dieser Schweinerei nichts mitbekam, da er im Keller verschwunden war auf der Suche nach einer Kiste Hirsch-Bier. Auch die restlichen beiden Becher erfuhren die gleiche Behandlung.
Annie erstarrte mit aufgerissenen Augen, ebenso Augusta, deren Arm zur Hälfte und völlig verrenkt im Jackenärmel feststeckte, der kleine Silberlöffel ihr im Mund, und Trudie, die sich bisher zu allem weder gerührt noch geäußert hatte und weiß und weißer geworden war, ertrank in einer Lawine aus grauem Unrat, die auf sie niederprasselte, ihr Gesicht, ihr Haar, ihre Hände waren übergossen gerade wie mit einer Ladung Asche aus Goldmanns Kachelofen, und Trudie gerann darunter zu einem Klumpen Packeis, um kurz darauf zu explodieren, in die Höhe zu zischen und gleich einer Stichflamme grell und lautlos quer durch das Lokal und zur Tür hinaus zu sausen.
Der wilde Bill Kiesel hatte sie maßlos kompromittiert, und obendrein hatte die ganze Welt sie verlassen, eine schwarze Hand mit einem Schlag ihr alles vor der Nase weggestohlen, den Geliebten, die Mutter, den Vater, das Eis, den Negerkuß, sämtliche Sicherheiten und Schönheiten der Erde und aus ihrem Herz die Liebe. Was jetzt folgte, war ein sechsstimmiges Gezeter mitten auf der Bahnhofstraße, wo die Heimkehrer von Schwimmbad und Spaziergang kopfschüttelnd stehenblieben und das Schauspiel betrachteten, wie die weit aufgerissene Kneipentür einen Gast nach dem anderen ausspuckte, bis sie alle da herumkullerten als bunte Kaugummikugeln in der späten Mittagsglut und einen so durchaus an Hieronymus' Schreibtischungeheuer erinnerten. Als erstes Bill, stürzte ins Freie, fing seine lodernde Braut wieder ein, he, Täubchen, du wolltest doch mitkommen! Sie schlug mit den Flügeln, laß mich in Ruh, marschierte atemlos weiter. Ist dir mein Eis wohl nicht recht, he, ich bin dir nicht fein genug, was, feine Pinkels, die ganzen da, und ich heirate dich, auch wenn du kreischst!!
Verdammter Kerl, Harry Gräb, stolpernd, du hast mir mein Waschbecken versaut, und die Zeche prellen, Brüderchen, das sag ich dir: Da gibts Hausverbot, ist das klar! Augusta, hinter ihrer Tochter herjagend: Dir werd ichs zeigen daß du und dieser Kiesel halt jetzt an bleib stehn bleibst du stehn jetzt, Hieronymus' dumpfe Orgelstimme, unverschämter Bengel du kommst mir nicht mehr unter die Augen, Bill kläfft ihn an, mit dir hab ich auch nix zu schaffen du kannst ja nicht mal eins und eins zusammenzählen. Hieronymus wird grün gelb lila, Annie lacht reibt sich den Schoß reibt immer ärger, die zwei perlongebauschten Frauen an die Hausmauer gepreßt glucksen, das wird ihnen zu gefährlich hier, abhauen verschwinden über die Nachbarswiese weg, der Blonde klopft auf Bills Schulter, Freundchen laß uns gehn, hält die Lederjacken an zwei Fingern samt Hirschtrophäe, Gräb: Mein Geweih! Bill: Feiglinge! der Blonde: Komm jetzt! Bill: Halts Maul! Gräb: Gebt ihr das Geweih jetzt her Lina Lina! (er meint seine Frau), Bill: Und daß ihrs alle wißt ich bin der Sohn vom Oberförster Richard Kiesel der bei Stalingrad dem Feind ins Auge geblickt hat was ihr Waschlappen hier nicht mal...
Hieronymus: Wir gehn jetzt, Augusta: Kinder, wir gehn, Bill: Saftladen! Annie hüpft von einem Bein aufs andere, Bill reißt Trudie an sich, küßt sie öffentlich mitten auf den Mund (ein Raunen durch die Zuschauertribüne), Trudie stößt ihn zurück (das muß sie tun, selbst die Lollobrigida in diesen Filmen tuts), Annie hüpft, springt, ein Känguruh, Augusta zerrt an den Kragen ihrer Kinder, schleudert, boxt sie nach links, nach rechts, Bill: Ihr werdet es ja erleben! Gräb: Das Geweih! Trudie: weint, Annie: weint, Augusta wieder nur beinah, Hieronymus bereits ein irrlichterner Punkt vorne in der Landschaft, Bill Kiesel und der Blonde knattern mit den Motorrädern, das Geweih thront mitten auf der Fahrbahn und ein Traktor bremst mit Getöse und Qualm und ein Schwein zetert und quiekt und Harry Gräb fuchtelt mit dem Gläsertuch und der schmale Tierschädel blickt mit schwarzen Augen und die Welt fährt durch den Schlaf...

Rezension I Buchbestellung I home IV03 LYRIKwelt © dtv