Fremder
Fremder,
meine Eifersucht auf jeden Stein,
den dein Fuß je berührt,
ist unermesslich.
Ich bin mir sicher,
dein Blick streift die Blumen des Weges
zärtlicher als mein Gesicht.
Wohin kann ich schauen,
ohne vor Neid zu erblassen?
Ich möchte die Wälder,
die du durchstreift,
abholzen und verbrennen,
all die Höhlen sprengen,
in denen du deinen Leib je gebettet.
Wie du diesen Apfel berührst und pflückst!
Fremder!
Warum verletzt du mich so?
Und dein Ohr,
wie es den Winden lauscht,
hat meine Stimme bereits vergessen.
Fremder, geh!
Dein Anblick ist mir schmerzlich verhasst.
Geh!
Und nimm diesen Stein aus meiner Schwelle,
den mein Fuß abgewetzt.
Nimm ihn
und wirf ihn ins Meer.
(2002)
Rezension I Buchbestellung II03 © LYRIKwelt