ÜB-E®ST-UND-E
(WELTFR!EDENSNA(©)HT)
1.9.2003,
gewidmet Ernst Meister,
inspiriert durch Philip Glass' „The Hours“
kein
gedächnis
kein
gesetz
kein
gott
kein
geist
kein
grund und
keine
gnade
kein
gebet
kein
plan
kein
nichts
kein
wunder
keine
zeit
kein
ziel
kein
anfang
kein
system
kein
sinn
kein
schutz
kein
sachzwang
keine
symmetrie
kein
supersegen
alles
ist unendlich offen
mal
bei regen mal bei sonne
was
wir lieben ist zu tuen
was
wir lassen ist noch mehr
was
wir denken kommt zur sprache
was
wir hoffen fehlt uns sehr
wenn
wir küssen spüre ich die stille
deine
schönheit sei mein letzter wille
Zwischen
Jeder Zelle lauert dieses leere
quantenschlupfloch
für geheime wünsche
welch
ein kosmischer salat aus positronen
b-mesonen
as-corbin und andrem quark
ne
brise higgs ein bißchen hack an einem
ganz
gewöhnlichen normalen tag noch
mit
neutrinos und natren garniert
implodiert
das ganze weltmodell
kein
falscher frieden feiert uns
in
dieser GROßEN stunde
gelten
keine regeln
nur
ein staunen
zuckt
...im...
augenblick
schmerzfrei
und schnell
wie
ein verrückter wimpernschlag
kein
mehrdimensionales monster folgt
die
neue wunde schließt sich ohne narben – KLICK
schon
dreht die erde eine weitere endlose runde durch
das
schizophrene multiversum geht ein
(biiiiibaaabutzelmannnnnnnnnnnnnnnnn???)
unhörbares
raunen juckt mir in den fingerspit-Zen
Zwingt
den kugelschreiber zum magnetischen papier
und
zur erinnerung: gereimtes hier ! bei nacht
und
nebel wieder totgelacht
wer
hätte das
gedacht
(aus: Der Ernst ist ein Meister aus Deutschland, 2004, G&GN)
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