Schichtenwechsel
Es verschlägt mir die Sprache.
Welch ein Anblick wird mir gewährt?
Die Barrikaden hoch getürmt,
ohne man vom Elend erfährt.
Die Erinnerung an das Gute wird für Jahrzehnte gestürmt.
Als wäre der Griff nach der entlehnten Rute nur ein Katzensprung.
Die Gedanken an die Freiheit verfallen ihrer Müdigkeit.
Sie verhallen mit der Zeit und ihrer Aussichtslosigkeit.
Auf den Straßen erhält man Stricke,
zu keinem vernünftigen Preis.
Die Ängste ranken sich stets im Nacken,
die Stirn ist voller Schweiß.
Wie ein maroder Zug auf neuem Gleis.
Rezension I Buchbestellung I home 0I09 LYRIKwelt © Claudia Degold