familienfest
wiegt man die bretonische
muschel in seiner hand
streicht man über die rosa
gewaschenen kalkbahnen mit der fingerspitze
scheinen zwanzig jahre
nur ein häufchen sand
und führt man sie sacht ans ohr dann
rauscht darin kein meer
sie gehört zum inventar der antiken vitrine
seit vielen sommern als man die glastür schließt
und sein gesicht darin gespiegelt findet
bleibt enttäuschung und der stumme wunsch
wieder nach hause zu können
Rezension I Buchbestellung 0I08 LYRIKwelt © Chr.D.