Christoph Danne

rom sperrstunde

hier drinnen tropft
der atem ungezählter lungen 

schwer von der kneipendecke 
wer jetzt noch hier ist

den erwartet niemand mehr stumpfe
scheiben die alles drüben verschweigen

ein kellner fegt die stube 
mit den letzten gästen aus 

es wird auch zeit 
für uns draußen

schlagen uns zuckende laternen einen weg vor
ins hotel wo im neonlicht der 

pförtner auf seinen armen schläft sein hut 
über der nachtklingel 

ich blicke in deine augen und selten 
habe ich dich mehr gebraucht

als in den minuten auf dem balkon oben
rauchend während unten zwei katzen schreien

im schutze der nacht wo die mülltonnen stehen
und jeder weg zu ende ist 

Rezension I Buchbestellung III07 LYRIKwelt © Chr.D.