rom sperrstunde
hier drinnen tropft
der atem ungezählter lungen
schwer von der kneipendecke
wer jetzt noch hier ist
den erwartet niemand mehr stumpfe
scheiben die alles drüben verschweigen
ein kellner fegt die stube
mit den letzten gästen aus
es wird auch zeit
für uns draußen
schlagen uns zuckende laternen einen weg vor
ins hotel wo im neonlicht der
pförtner auf seinen armen schläft sein hut
über der nachtklingel
ich blicke in deine augen und selten
habe ich dich mehr gebraucht
als in den minuten auf dem balkon oben
rauchend während unten zwei katzen schreien
im schutze der nacht wo die mülltonnen stehen
und jeder weg zu ende ist
Rezension I Buchbestellung III07 LYRIKwelt © Chr.D.