Michael Starcke, Foto: hwg/privat (hf0216)Rudolf Damm

„Das Meer ist ein alter Bekannter, der warten kann“

„Ich will über meine Freunde nach ihrem Verdienst das Gute sagen und schreiben so lange sie leben, und nicht erst nach ihrem Tode, wenn sie sich nicht mehr freuen können über das gerechte Lob ihrer Freunde.
… Wenn wir einen Freund begraben, begraben wir ein Stück unseres Lebens. Mit einem großen Mann, der stirbt, stirbt auch ein Teil seines Jahrhunderts
."
(Kesten 1999, S. 528, S. 530, in „Ach, an den Schläfen blühn schon graue Haare“, 40 Jahre Erich Kästner Gesellschaft, Hrsg. Patricia Brons/Artur Nickel/Matthias Nicolai, Würzburg 2015)

Das sind die Worte von Hermann Kesten, die er 1974 in seiner Grabrede für seinen Freund Erich Kästner gefunden hat.

Das Meer ist ein alter Bekannter, der warten kann von Michael Starcke, 2016, Elif)Ich will keine Grabrede halten, sondern mein Versprechen einhalten gegenüber meinem Freund Michael, der mich  im vergangenen Jahr gefragt hatte, ob ich sein neuestes Buch, den Gedichtband „Das Meer ist ein alter Bekannter, der warten kann“ das im Frühjahr 2016 erscheinen würde, hier an diesem Ort in der Zentralbücherei Bochum, an diesem Tag, dem 14. April 2016 vorstellen würde. In unserem letzten Telefongespräch Ende Januar diesen Jahres, fragte er noch einmal nach und ich versicherte ihm, dass es dabei bleibt.

Ich wollte, um es mit den unübertrefflichen Worten Hermann Kestens personifiziert auf Michael Starcke, zu wiederholen „ …über meinen Freund Michael nach seinem Verdienst das Gute sagen und schreiben solange er lebt, und nicht nach seinem Tode, wenn er sich nicht mehr freuen kann über das gerechte Lob seiner Freunde.“ Aber das ist nun nicht mehr möglich.

Ich bin dankbar dafür, dass ich dem großen Lyriker Michael Starcke, am 24. November 2013 als Laudator anlässlich der Preisverleihung des „Alfred Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur“ im Westfälischen Literaturbüro in Unna „nach seinem Verdienst Gutes sagen durfte, über das er sich freuen konnte“.

Danach entstand eine so herzliche Freundschaft zwischen dem Dichter und mir, dem staunenden Leser seiner Botschaften, für die ich heute, nachdem sie vom Tod so unerwartet beendet wurde, unendlich dankbar bin. In diesen nur zwei Jahren hat er mit seinen Gedichten, die in ihrer stets präsenten, teilweise ironisch gebrochenen Melancholie, mir aus dem Herzen sprachen und sprechen, mein Leben bereichert. Und dafür danke ich ihm.

Zu dieser Freundschaft gehört noch eine dritte Person, der Herausgeber des Internetportals „Lyrikwelt“ und der bis vor einem Jahr verantwortliche Betreuer des „Alfred-Müller-Felsenburg-Preises“, der Hagener Hans-Werner Gey, schon seit den Anfängen mit Michael Starcke freundschaftlich verbunden.

Zusammen trafen wir drei alten Männer uns regelmäßig-unregelmäßig zum gemeinsamen Essen bei „Mutter Wittig“ in Bochum und sprachen nicht nur über Lyrik.

Nach so einem Zusammensein schickte mir Michael folgendes Gedicht:

tritt in den tag

tritt in den tag,
das versteck der geheimnisse,
die verschwiegen werden möchten,
um schönes geheimnis zu bleiben,
(herzen, die nur dich angehen).

tritt in den tag,
einen sonnigen herbsttag
vielleicht voll unermesslich
goldenem laub, eine decke,
die auffliegt bei wind.

deine erinnerungen laufen
auf dich zu wie grüße,
flüchtig genug, dass sie
festgehalten werden wollen,
am schlafittchen womöglich.

du denkst,
dass es gilt, sie der menschheit
aufzubewahren, die schönen
und guten, die lehrreichen,
die lebendig sind, verbannt
ein bleibender harter schmerz.

tritt in den tag, um festzuhalten,
was festgehalten werden muss.
vertraue dem gedächtnis papier,
wenn du ihm deine absicht
ins unbestechliche ohr flüsterst,
dem segen reicher erfahrungen. 

In diesen Zeilen, im Moment des Schaffens mir persönlich gewidmet, aber weit über das Persönliche hinausreichend, diese Aufforderungen an das lyrische Du, an seine Leser gerichtet, und vor allem an sich selbst, den Dichter Michael Starcke:

tritt in den tag, um festzuhalten,
was festgehalten werden muss.
vertraue dem gedächtnis papier,
wenn du ihm deine absicht
ins unbestechliche ohr flüsterst,
dem segen reicher erfahrungen.

Und so sagt es Michael Starcke in seiner Dankrede über die Verleihung des „Alfred-Müller-Felsenburg-Preises für aufrechte Literatur 2013“ selbst:
„Und so ist es kein Wunder, dass meine Texte bei aller Phantasie, die nicht fehlen darf, nicht abstrakt sind, sondern gelebtes und erlebtes Leben verkörpern, wie ich es tagtäglich wahrnehme, beobachte, liebe und erleide mit dem dringenden Bedürfnis, es in Worte zu bringen.“

Und etwas weiter fährt er fort:

„Nichts beschreibt die Entstehung meiner Literatur besser als diese meine Position. Um es einfach und sehr direkt auszudrücken, bemühe ich das Zitat eines mir geschätzten Kollegen, Rainer W. Campmann: „Erst fällt mir was auf, dann fällt mir was ein.“ Dass dabei kaum ein Thema ausgeschlossen bleibt, versteht sich von selbst. Das ist der Sinn. Ich kann mit meiner Literatur die Welt nicht verändern, aber den Blick darauf richten und, wie es so schön heißt, sensibilisieren. Dass sich meine Gedichte nicht reimen, ist mein Schicksal als Dichter. Es reimt sich nicht.“

Das ist Prosa, aber wie ich finde,  eine Prosa die  zum Gedicht wird – denn ist das nicht eine bedenkenswerte, großartige Metapher auf Leben und Dichtung:

„Dass sich meine Gedichte nicht reimen, ist mein Schicksal als Dichter. Es reimt sich nicht.“

von oben winzige punkte von Michael Starcke, 2014, Verlag Früher VogelDoch dazu und zu weiteren Besonderheiten, dem Zusammenspiel von Inhalt und Form möchte ich einen wissenschaftlich kompetenteren Analytiker und Beobachter der Dichtung Starckes zu Wort kommen lassen, den Bochumer Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Ralph Köhnen. Er hat in Heft 9/2015,  der vom Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum herausgegebenen Zeitschrift „fusznote“ – Bochumer Literaturkritik, den vorletzten Gedichtband Michael Starckes  „von oben winzige punkte“ rezensiert und  grundsätzliches zu seiner Lyrik gesagt :

„… Dass Lyrik aus dem Geist der Musik stamme und das zur Leier Gesungene feiere, gehört zu den Schulweisheiten, die vor allem von der Singbarkeit und Lautung der Poesie künden. Sie kann aber auch – was seit Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern immer wieder probiert wird – aus der Optik hervorgehen. Seit vielen Jahren insistiert Starcke auf der kurzzeiligen, linksbündigen Anordnung, um eine Lücke in die Abläufe zu bringen , die durch die Worteinschreibungen geöffnet werden soll. Das Wort bekommt Raum auf dem Papierweiß, der auf Leere und Fülle kalkuliert ist und im genauen Ausschnitt das Detail hervorkommen lässt. Die konsequente Kleinschreibung setzt Vorentscheidungen über Bedeutung und Hierarchie außer Kraft.

In diesem Sinne der Buchstabenaufmerksamkeit ist Starckes Lyrik konkret – manchmal dinglich konkret wie etwa die Gedichte des Amerikaners William C. Williams, die noch eine rote Schubkarre auf der Straße verehren. Vor allem ist sie aber phänomenkonkret, sie ist exakt dahingehend, wie uns ein Ding in Sprache erscheint, und im nächsten Schritt bewusst spekulativ darin, was dieses als Wortmaterial neu zu denken gibt. …“

Soweit die Analyse des Literaturwissenschaftlers Ralph Köhnen. Anmerken möchte ich dazu nur, dass der Titel dieser Zeitschrift „fusznote“ auch kleingeschrieben wird…

Auf die Kleinschreibung als wichtiges Element der Lyrik Michaels Starckes, weist auch der Verfasser des kurzen, treffenden Nachrufs auf ihn, links oben platziert, auf der Titelseite der unter der Bezeichnung „Kultur & Freizeit“ firmierenden Kulturseite der „Westfälischen Rundschau“ vom 22. Februar 2016 hin. Rechts unten auf dieser Seite hat die Redaktion, wieder einmal ein Gedicht von ihm veröffentlicht – „Die Baustelle vorm Haus“ und unter dem Titel steht wie immer sein Name, aber dann steht da nicht mehr in Klammern, wie immer in den vergangenen Ausgaben „geboren 1949“, sondern das, was von nun an immer hinter seinen Veröffentlichungen stehen wird: 1949 – 2016. Und das zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, dass es von nun an keine neuen Gedichte mehr von ihm geben wird, der Dichter Michael Starcke gehört nicht mehr der Gegenwart, durch seinen plötzlichen Tod  ist er ein Teil der zeitgenössischen Literaturgeschichte geworden, Leben und Werk sind abgeschlossen.

Der Nachruf lautet:

„Seine Gedichte, deren prinzipielle Kleinschreibung nicht manieriert daherkam, sondern als Geste der Vergrößerung aller anderen Dinge und Menschen, hat auch diese Zeitung stets gern gedruckt. Im aufgeregten Lärm des Tages schenkte ihre pulswarme Melancholie für Momente einen anderen Blick, ein Innehalten im großen Grundrauschen.“

Und der Schlussatz lautet: „Seine Verse aber werden bleiben.“

Und die beiden letzten Strophen des posthum abgedruckten Gedichtes lauten dann auch:

womöglich während er sich
   umdreht,
erfüllt alle versprechen
der zukunft der tod,
die handflächen geöffnet
nach oben.

wie eine prophezeiung
lauert die stille in
der baustelle vorm haus:
ewigkeit gibt es nur im glauben
schöner erinnerung.

Und Erinnerungen an Michael Starcke finden wir dann z.B. auf der schon erwähnten Internetseite „Lyrikwelt“  von Dichterkollegen, wie Artur Nickel, der ihn gerade kennengelernt hatte und der sein ihm gewidmetes Gedicht – übrigens in konsequenter Kleinschreibung -  überschreibt „Für den viel zu früh verstorbenen Michael Starcke“.

Und diese schier unfassbare Erkenntnis spiegelt sich auch in den beiden in der „Lyrikwelt“ erschienen Besprechungen des gerade erst im Elif Verlag erschienen Buches, das der eigentliche Anlass sein sollte für unser heutiges Zusammenkommen an diesem besonderen Ort: „Das Meer ist ein alter Bekannter, der warten kann“ von den schon genannten Artur Nickel und Matthias Engels.

Nickel schreibt u.a.: „… 68 Texte sind es, die sich dem Meer, seiner Eigenart und seinen Launen widmen. Es sind Lektionen. Kleine. Sanfte. … Naturverbunden, reflexiv und hintergründig äußert sich Michael Starcke in seinen Gedichten. Und so mündet die Begegnung mit dem Meer bei ihm in eine Begegnung mit sich selbst, die Distanz schafft und eine Auseinandersetzung mit dem Gestern und dem Morgen evoziert. An anderer Stelle heißt es:

vielleicht, dass sich
unterm meer ein
verlorenes meer versteckt
wie erinnerungen im
sand der gedanken, die,
für geheimnisse offen,
momente von nähe verkörpern.

Ein Vielleicht, das es in sich hat. Es öffnet Räume für den, der Räume sucht und der sich auf sie einlässt! Es sind in der Tat star(c)ke Worte, die in diesem neuen Band zu finden sind. Sie klingen - und sie klingen nach. …“

Matthias Engels betont in seiner Besprechung zu Recht die, wie er sagt „gewohnt liebe- und prachtvolle Gestaltung“ (des) „vor wenigen Tagen im Elif Verlag in Nettetal“ erschienenen Bandes und fährt dann fort „… So wird dieser schöne, dem Meer gewidmete Band ein Vermächtnis.

… Der Grundton der Gedichte ist ruhig und reflexiv, reine Seemannsromantik gibt es keine. Die Liebe zum Element und der Umgebung ist tatsächlich eher eine Liebe zum Zustand Meer, den viele von uns gut kennen: Auszeit, verhältnismäßige Kleinheit, Unbedeutsamkeit gegenüber der Urgewalt, Relativierung der Umstände und Wichtigkeiten.“

Und an anderer Stelle fährt er fort: „… Starckes Buch ist eine Meditation über das Meer, eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewicht und der Vergänglichkeit und als solche ein berührendes und gewichtig-schwebendes, gültiges Schlusswort eines Dichters, dessen Stimme fehlen wird.“

Was kann ich nach diesen umfassenden Gedanken noch anfügen? Ich freue mich, dass dieses letzte zu Lebzeiten erschienene Buch von der äußeren Form so gelungen ist und  inhaltlich so wunderbare Gedichte enthält.

Für mich war und bleibt Michael Starcke unter den zeitgenössischen Lyrikern einer der ganz Großen, dessen größter Teil seiner Gedichte Bestand haben wird in diesem unerbittlichen Konkurrenzkampf der immens großen Zahl derjenigen, die sich berufen fühlen, Gedichte zu schreiben und zu veröffentlichen!

Ich erinnere dabei an die Bemerkung Johann Wolfgang Goethes gegenüber Eckermann am 29. Januar 1827, die übrigens auch das Motto der umfassenden Lyriksammlung der schon erwähnten Lyrikwelt im Internet ist:
„Um Prosa zu schreiben, muss man etwas zu sagen haben; wer aber nichts zu sagen hat, der kann doch Verse und Reime machen, wo denn ein Wort das andere gibt und zuletzt etwas herauskommt, das zwar nichts ist, aber doch aussieht, als wäre es was.“

Das war zu Goethes Zeiten so und passt auch in unsere Zeit – der vorliegende Lyrikband Starckes aber, mit den Worten Goethes „ist was“, muss den Vergleich mit Veröffentlichungen seiner Kollegen in Vergangenheit und Gegenwart nicht scheuen – im Gegenteil! Die Thematik des Meeres, als dem Ur - Ozean, aus dem alles Leben gekommen ist und der sein wird, wenn alles Leben von dieser Erde verschwunden sein wird, wird so zum Spiegelbild unserer Welt, wie sie Michael Starcke gesehen und gelebt hat. Das Meer ist und bleibt sein Bestimmungsort – wichtiger als alle anderen Sehnsuchtsziele.

Das kann ich belegen mit einem Gedicht, das - aus welchen Gründen auch immer, einen Platz  in dem vorliegenden Gedichtband über das Meer nicht gefunden hat – das diesen Bestimmungsort am Ende aller Reisen benennt. Michael hat mir dieses Gedicht im Sommer 2015 als E-Mail zugeschickt, welches ich Ihnen als Vermächtnis dieses wunderbaren Menschen, der mir mit seinem herzhaften Lachen und seiner Fröhlichkeit die anderen, weiteren Facetten seiner Persönlichkeit immer wieder vor Augen geführt hat, nicht vorenthalten kann. Man kann, ja muss in diesem Gedicht mit dem Titel „vielerorts“ eine Vorahnung auf das unausweichliche Ende sehen – aber es ist nicht nur sein literarisches Vermächtnis, es ist sein „curriculum vitae“ sein Lebenslauf:

vielerorts

mit dem gekrümmten Finger
auf der landkarte war ich
schon vielerorts,
tatsächlich aber habe ich
den thüringer wald gestreift,
den schwarzwald, das ruhrgebiet,
um immer wieder anzukommen
am meer, dem tränenreichen.

dort ankert mein beladenes schiff.
noch habe ich es selten betreten,
nicht schwindelfrei,
in den ausguck zu klettern
am höchsten punkt,
dem höchsten mast.

im bordbuch habe ich bisher
von allem anderen, nur nicht
von der seefahrt berichtet,
von meinem versteckten
leben an land in der welt
leiderfahrener dichtung,
dem wahren abbild
wirklichen lebens.

bald wird es heißen, leinen los,
entschwinden wird mein schiff
am horizont; wasser, bitte,
wasser, erde und wind!

Diese Worte und Gedanken benötigen keine Interpretationshilfen, mir fehlen die richtigen Worte und ich kann meine Empfindungen nur in die Worte eines anderen Dichters kleiden, in die Verse Rainer Maria Rilkes in der ersten Strophe seines Gedichtes Werkleute.

Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsere hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.
(in: Rainer Maria Rilke, Die Gedichte, itb 2246, Frankfurt-Leipzig 1998, S. 214)

Die letzten Worte aber sollen Michael Starcke gehören, mit den letzten Worten seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des „Alfred-Müller-Felsenburg-Preises für aufrechte Literatur“:

„… Wir beschreiben die Welt und können sie dennoch nicht ändern.

Trotzdem!

… Ich danke meinen Lesern für die Möglichkeit, Ihnen mein Herz, das übervolle, auszuschütten.

Ich danke meinen Freundinnen und Freunden, unter deren Beobachtung ich stehe.
Sie sind sanft und unaufdringlich und frei von blindem Eifer.

Ich danke meinem Zwillingsbruder Peter für seine sensiblen Bilder, mit denen er manche meiner Bücher kongenial bereichert hat.

Ich danke meiner Frau für ihr liebevolles Verständnis und ihre überirdische Geduld, für den pfleglichen Umgang mit konstruktiver Kritik.

Ich danke Gott für seine Hilfe.

Ich danke für mein Stichwort: Literatur.

Woanders sollte ich zuhause sein als in Worten?“


Ich verneige mich vor dem Menschen und Dichter Michael Starcke.

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