Die Geschichte des Herrn Casparis von Iso Camartin, 2008, BeckIso Camartin

Herr Casparis sucht die Heimat
(Leseprobe aus: Die Geschichte des Herrn Casparis, Essays, 2008, Beck).

Als Herr Casparis eines Morgens erwachte, schien es ihm, er habe schlecht geträumt und sei gerade einem großen Unglück entkommen. Im Traum befand er sich in der Halle eines Flughafens. Die Fenster gaben die Sicht frei auf eine Landschaft die die Farben der Wüste hatte. Herr Casparis saß in einer Lounge, unter Menschen, die er zwar sah, aber nicht hörte, obwohl einige sich miteinander unterhielten. Eine beklemmenden Atmosphäre, tonlos, die Menschen schienen aufgeregt, sie machten heftige Bewegungen mit den Armen. Vor ihm las ein Mann in einem gelben T-Shirt und mit einer Sportmütze auf dem Kopf in einer illustrierten Zeitung, bewegte aber fortwährend die Lippen, so als rede er auf die Figuren ein, über die er gerade las. Die Menschen in der Umgebung hatten transparente Plastiktüten neben sich, sodass man sehen konnte, was sie mit sich trugen.

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