Gottfried August Bürger

Überall Molly und Liebe

In die Nacht der Tannen oder Eichen,
Die das Kind der Freude schauernd flieht,
Such ich oft, von Kummer abgemüht,
Aus der Welt Gerassel wegzuschleichen.

Könnt ich nur, wie allem meinesgleichen,
Auch sogar der Wildnis, die mich sieht,
Und den Sinn zu neuer Arbeit zieht,
Bis ins Nichts hinein zur Ruh entweichen!

Dennoch ist so heimlich kein Revier,
Ist auch nicht ein Felsenspalt so öde,
Dass mich nicht, wie überall, auch hier

Liebe, die Verfolgerin, befehde;
Dass nicht ich mit ihr von Molly rede,
Oder sie, die Schwätzerin, mit mir.

Rezension I Buchbestellung 0I04 © LYRIKwelt