Seemänner
Ein Meer durch Karten
nie beschrieben
endlose Weiten ohne Grund
Schiffe die schon immer trieben
hin zu einem tiefen Schlund
Kein Wind, kein Ufer zu erreichen
nur getrieben von der Macht
hoch am Horizont das Zeichen
über diesem finstren Schacht
So treiben Schiffe zu dem Ziel
Kein andrer Weg ward je erklärt
der Schiffe waren es schon viel
doch keines das je ewig währt
Steh´ tapfer Steuermann steh´stark
und lenk dein Schiff mit viel bedacht
ist auch die Aussicht noch so karg
denk immer an die innre Macht
Bald ist das ferne Ziel schon nah´
dein Herz schlägt schneller furchtbar laut
Kein Mensch der je die tiefen sah´
vor denen jedem Seemann graut
Schäumendes Wasser stürzt tief hinab
so endet jedes wahre Leben
aller Sinn nimmt stetig ab
und doch gilt es dorthin zu streben als Steuermann ins nasse Grab
Rezension I Buchbestellung II02 © LYRIKwelt