Bäume
Ein Wald soweit das
Auge reicht
Ein Baum ganz nah am Andern
Keiner der dem Andern gleicht
und keiner wird je wandern
zu stark sind Ihre Wurzeln
Die Erde hält sie alle fest
Nährt und tränkt sie gern
doch keiner gern den Andern lässt
steht dieser nicht ganz fern
allein auf leerem Felde
Die Kronen reichen hoch hinauf
zum Licht zur Wärme hin
Natur lässt jedem seinen Lauf
grad´wie ihm steht der Sinn
eingren! zen tun die Andern
Unangehnem scheints oft zu sein
wachsen Zweige Kreuz und Quer
und doch steht keiner gern allein
fällts ihnen noch so schwer
des andern wuchs zu lassen
Der grösste Feind scheint mir der Sturm
der sie letztlich doch verbindet
und steht aein Baum auch wie ein Turm
sieh´wie er sich nun windet
genau wie alle Andern
Nun, wenn man´s genau bedenkt
gleicht der Mensch doch sehr dem Baum
die Wurzeln tief die Sicht beschränkt
den Andern sieht er kaum
im dichten tiefen Walde
Rezension I Buchbestellung II02 © LYRIKwelt