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Fragment zu einer Ode
(Leseprobe aus:
Ortskenntnis, Gedichte, 2008,
Lyrikedition 2000).
fühlte
von Unglück nichts, als ich das Glas
umstieß auf dem Tisch zwischen un-
gespültem Geschirr, Krümeln
und Papieren,
Bäche und Seen verliefen da,
die ich mit den Fingern befuhr —
fühle nichts, als ich morgens
auf dem Kissen ein graues Haar fand —
fühlte es erst, als Himmel & Luft
mich weniger freuten
als gestern [...]
will mich des Glücks vergewissern,
gehe — das Ufer glitschig
& die Gräser wintertrist —
zum Strauch, der im Wasser liegt,
weil er den Boden unter den Wurzeln verlor:
hocke mich hin zu ihm und sehe,
wie er den Bach zu Sprüngen
& kleinen Wirbeln an
seinen Ästen bewegt [...]
Rezension I Buchbestellung I home IV08 LYRIKwelt © J.B.