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Ort des
Salamanders
(Leseprobe aus: Beschriebener
Stein,
Gedichte, zweisprachig, 2004, Hanser
- Übertragung Friedhelm Kemp)
Der Salamander, überrascht,
erstarrt
und stellt sich tot.
Derart ist, in den Steinen, zum Wissen der erste Schritt,
die reinste Sage,
Hindurchgang durch ein großes Feuer, das Geist ist.
Der Salamander war in halber Höhe
der Mauer, in der Helle unsrer Fenster.
Sein Blick war nur Stein,
doch ewig schlug, ich sah es, sein Herz.
O mein Gesell und mein Gedanke, Gleichnis
alles dessen, was rein ist,
wie lieb ist mir, was seiner Freude Mächtigkeit
ganz in sein Schweigen faßt.
Wie lieb, wer den Gestirnen sich
mit seines ganzen Leibes regloser Masse gleicht,
wie lieb, wer wartend, bis seines Sieges Stunde kommt,
den Atem anhält und am Boden haftet.
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