Black Eyes

Schatten an der Wand

Schatten an der Wand,
Keiner sieht sie, keiner fühlt sie.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem keiner sehen kann.

Das kleine Kind dort an der Tür,
es träumt von einer andern Zeit.
Es weiß nicht, was das Leben bringt,
denn seine Zukunft ist noch weit.

Schatten an der Wand,
ziehen vorwärts - unbemerkt.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem man Schatten nicht versteht.

Der Junge dort am Grab der Mutter,
er träumt von lang vergangnem Glück.
Er fragt nicht nach dem Sinn von allem.
Und niemals wendet er den Blick.

Schatten an der Wand
erzählen von verlornen Tagen.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem man keine Fragen stellt.

Der Mann am Boden seiner selbst,
er träumt von einem andern Leben.
Ein Leben voll von Glück und Liebe.
Doch sowas wird es niemals geben.

Schatten an der Wand
sind da und rufen unsre Namen.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem es Träume nicht mehr gibt.

Der alte Mann dort an der Tür,
er träumt von einer andern Welt,
in der die kalten Herzen schweigen,
in der ihn irgendetwas hält.

Schatten an der Wand,
sie ziehen durch verlorne Herzen.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem Gefühle wertlos sind.

Schatten an der Wand,
keiner sieht sie, keiner fühlt sie.
Sie ziehen durch ein Land,
in dem keiner fühlen kann.

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