Die Geschmeidigkeit der
Stunden
(aus: Die Geschmeidigkeit der Stunden, 2002, Wiesenburg)
diese hand kenne ich
sie streichelte mich
da war ich noch bauchteil deiner liebsten
diese hand
die ich heute halte
damit dein atem nicht flattert
diese deine hand
die ich, ich weiß es noch
am daumen hielt
diese hand, sicher,
nur eine hand
deine hand, hielt meine hand
später dann
irgendwann hielt ich
deine
so wie jetzt
meine ist größer nun als deine
heute halte ich dir
die welt aufrecht
mit meinen männerhänden
die so viel halten können
aber nicht die
geschmeidigen stunden
die wir unser leben lang aufbewahren
in uns
Rezension I Buchbestellung III02 LYRIKwelt © Wiesenburg