Gern geh ich
Sonnabend...
(Leseprobe aus:
Burgschreiber zu Beeskow, Märkische Streifbilder, 2005, Aphaia Verlag)
Gern geh ich Sonnabend im November
durch die Straßen, wenn das Ocker
ins Violett übergeht in dem früh
sinkenden Tag - flüchtiger Vorhang
vor dem dunklen der Nacht -
und die Menge der Käufer
hastig das Zentrum räumt
als kämen die Hunnen.
Das ist die Stunde der
Übriggebliebenden
Meeresstrand
Schaufenster ohne Zuschauer
Sandburgen gleich, über die
nur der Wind streicht.
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