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Brainstorm
(Leseprobe aus: Brainstorm,
Schauspiel)
Wäre man weise, so wüßte man
umzugehen
mit der trägen Wildheit der Ohren,
die nach bekannt oder unbekannt sortieren,
dem Reizempfinden untertan,
verklebt vom galoppierenden Geschmack der Zeit;
man könnte sie aus ihren Fesseln lösen,
sänge ihnen ein Loblied, bettete sie in sanften Wohlklang
und fände die Sprache ihrer inneren Entsprechung -
etwas Zartes, Seelengleiches -
so aber, da wir mit groben, knurrenden Brocken um uns werfen,
haben wir kaum noch ein flüchtiges Recht,
unser Innerstes in jemandes anderen tiefster Kammer
geborgen zu wissen...
Rezension I Buchbestellung I home 0I05 LYRIKwelt © Walter Baco/kulturag.com