Zwischentraum von Reinhold Aumaier, 2009, Klever

Reinhold Aumaier

Zwischentraum
(Leseprobe aus: Zwischentraum, Romanfantasie, 2009, Klever Verlag).

Dass die Tauschware Geld und das Wechselbad Liebe und Hass seit einer größeren und einer kleineren Ewigkeit in erster Linie vereint die Welt und ihre Protagonisten antreiben, bestreite wer will. Hier, im einerseits völlig abgeschiedenen, andrerseits völlig offenen Raum, ist im kühlen Schatten so ziemlich alles sonnenklar. Alles erscheint, wo wie es ursprünglich ist, nämlich ins rechte Licht gerückt. Nichts entgeht dem entlarvenden Strahl. Jedes Schauspiel ist eines im direkten Sinn – fernab jeder Vorgaukelei. Das, was einmal war und bedrohlich einladend wirkt, ist ein einziges Sandburgenland. Liefert das Panoramabild vom ständigen Werden und Vergehen; den fruchtlos-zappeligen Versuchen von Dasein und Dortsein. Die dazugehörige Diagnose: verkehrt aufgefasste Welt. Sich abstrampeln für nichts … und wieder nichts. Die Erlösung, zumindest vorübergehend: der Zwischen(t)raum

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