Die Stadt heißt Helsinki vn Claes Andersson, 2007, Stadtlichter Presse

Claes Andersson

Alles, was ich habe...
(Leseprobe aus: Die Stadt heißt Helsinki, Gedichtanthologie, 2007, Stadtlichter Presse - Übertragung Gisela Kosubek, Nachwort von Tua Forsström)

Alles, was ich habe, steht zum Verkauf.
Zimmer, Bücher, meine Hände, Klavier, Besteck
   jedwedes Zubehör.
Ich verkaufe nicht, um reich zu werden, sondern
   um arm zu sein.
Ich verkaufe an den Niedrigstbietenden.
An deinem Platz im Liebesbett blieb ein Duft von
frisch geschmolzenem Schnee.
Lust hat überwintert, ein Kinderfäustling, eine
   leergetrunkene Flasche Wein.
Das Beständige liegt in der Verwandlung, in den Verlusten,
   ja im Unbeständigen.
Kein Licht gleicht dem Licht des Menschen.
Warum klagen, daß der Fluß zum Meer strömt, diese
   wunderbaren Strände, vorbei gleitend.

(Zum Original)

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