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Alle Dinge liegen
klar...
(Leseprobe aus: Jeder Satellit hat einen Killersatelliten, Gedichte von 1970-80,
Rotbuch/Edition Galrev)
alle dinge liegen klar in meinem herzen das
modell der
schwarze vogel februar tanzt auf den wochen & ich habe
angst dass er eines tages im august alles zurück dreht um
es wieder september zu nennen
alle dinge liegen klar in meinem herzen denn die
gelegenheitsstunde an der weissen parkuhr unschuld hat
zwei zeiger die jedes lied sechzig mal teilen & das ist
auch das alibi für das ende der zeit
alle dinge liegen klar in meinem herzen nichts
wird
vergessen werden denn der punkt am ende ist nach zwei
der menschlichen seiten offen & nur auf den pfauenaugen
taut der schnee zum mittag restlos
alle dinge liegen klar in meinem herzen so dass
mir nichts
bleibt als an den abenden wenn ich der graue spiegel
über dem wortefluss bin jenes schwarze recht eck nacht
auf die namen & reime zu legen
alle dinge liegen klar in meinem herzen zeugen
wird es
nicht geben mutter sag dass der krieg eine erfindung ist &
alles wurde nur
erfunden um in den spielhöllen die väterlichen taschen zu
wechseln
alle dinge liegen klar in meinem herzen das
modell der
weisse vogel november tanzt auf den wochen & ich habe
angst dass er eines tages im februar alles zurück dreht um
es wieder frühling zu nennen
2
So wurde von keiner Berührung gestörtes in
zweierlei Hinsicht
Eins und das Selbe Betrachtend das Kind (die Ältern)
mit griechischem Auge Was bleibt ihm denn praktisch übrig
Das Haus ist zwar Turm und Echo kaum einer Hand voll Erde
"Deutschland aber wo liegt es" Dort auf dem Berg den sie gruben
In diese taubstumme Form des Himmels an Ilm oder Pegnitz
Rezension I Buchbestellung I home III06 LYRIKwelt © Galrev