Ana

Ohne Menschen

Einsamer Strand,
weit und breit kein Land,
nur eines von welligem weichem Sand,
doch keines, das hinter Grenzen verschwand.

Noch niemand hatte es auserkoren
und auf ihm heilige Schwüre geschworen.
Niemand hatte sich hier gebräunt
und seine Ufer eingezäunt.

Niemand hatte sich rausgenommen
die Fische zu fangen, die draussen geschwommen.
Niemals war das Getier zerstoben,
denn niemand hatte die Stimme erhoben.

Niemand hatte gesagt: "Das ist mein!"
noch verrückt nur einen Stein.
Wunderbare reine Natur,
von Menschen nicht die kleinste Spur.

Ein Zweig, er dribbelte in der Gischt.
Mit ihm hab ich meine Spuren verwischt,
bin respektvoll zurückgewichen
und langsam und leise ins Boot geschlichen,

bin fortgerudert wehmütig und still
in meine Welt, die laut und schrill.
Werd niemals preisgeben diesen Ort
da sonst auch noch der letzte fort.
Der letzte dieser Plätze auf Erden.
Er würde zu einer Insel werden.

Er würde einen Namen bekommen
und Fische wären bald nicht mehr geschwommen.
Jemand hätte gesagt: "Das ist mein!"
und die Natur hätte bitter geweint.

So ist dort ein einsamer Strand
nur ausgefüllt mit Leben und Sand
mit Wasser, Liebe und Natur,
von Menschen nicht die kleinste Spur.

Im Herzen bin ich oft noch dort
an diesem reinen klaren Ort.

Rezension I Buchbestellung III00 © LYRIKwelt