Einmal in der Zeit
Lass mich dein Fenster sein.
Schaue durch mich hindurch und erblicke die Welt,
die in mir ist.
Erblicke meine Gedanken,
die aus meinen Gefühlen geboren werden.
Schaue hinauf in meine Seele und ermesse,
welche wunderbaren geistigen Schätze bereit für
dich sind.
Ich bin der Körper, den deine Sinne wahrnahmen,
und ich bin der Geist, der beim Blick durch das Fenster
lebendige Liebe im immerwährenden Strom von Erkenntnis
pulsierend wachsen lässt,
auf das sie mehret das Sein in Glück, Freude und
Harmonie.
Und eines Tages brauchst du das Fenster nicht,
da du selbst bist Teil des Blickes auf die Seite des Lebens,
welche Sterbende betreten und ihren Körper verlassen,
eben wie ein Schmetterling seinen Kokon.
Du wirst das Fenster sein für einen Körper,
der in der Dunkelheit der Welt einen Regenbogen sucht,
um in seinen Strahlen mit dem Körper zu verschmelzen,
der ihm das Leben schenkte.
Es ist das Wasser das Entstehen und Vergehen lässt,
als Festung ewigen Eises an den Polen existiert,
in den Weltmeeren und Flüssen sich strömend fortbewegt,
in der Höhe von Lüften getrieben Wolkenschiffe
bildet.
Darum laß mich dein Fenster sein,
um zu sehen das "Mehr" hinter der Grenze,
das Licht am Ende des Regenbogens,
die Liebe nach dem Meer der Tränen
in der Erkenntnis wunderbaren Seins.
Rezension I Buchbestellung I home 0I08 LYRIKwelt © H.A.