Elisabetta Abbondanza

Dieser dieser dein Körper

der gekämpft hat,
den dein wutentbranntes Leben mitriss,
der dich umwarf, der zu schön,
zu schwach und zu stark ist, er muss jetzt 
ruhig werden, er muss, also herabkommen 
auf den Boden herab,
hinknien, dann liegen
auf Gras Erde Steinen,
in der Sonne dunkel werden und im Regen nass
tage- und nächtelang
so bleiben, dort wo du weißt,
hingestreckt
im Wind verdorren,
erstarren in der Kälte der Gestirne,
die uns nur streift,
nicht aber dich, wie du weißt,
dann ohne Wunder erwachen.

(2006)

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