Lyrik & Prosa-LogoLiterarische Formen


Literatur-Hausarbeiten
bietet einen ausgezeichneten Überblick über literarische Formen in den Bereichen Lyrik, Drama, Epik!


WAS IST EIN HAIKU?

Es ist die älteste und populärste Form japanischer Dichtkunst, gleichzeitig auch die kürzeste Dichtform. Im zwanzigsten Jahrhundert erfuhr das Haiku einen wahren Triumphzug um die ganze Welt. Heute werden Haiku von Tausenden von Lyrikern in allen Sprachen geschrieben.
Das Haiku besteht im Allgemeinen aus 17 Silben in drei Zeilen, die in 5-7-5 Silben aufgeteilt sind. In schlichter Sprache wird ein erlebter Augenblick beschrieben, der einen unmittelbaren Bezug zur Natur hat. Von diesen kleinen Versen mit dem großen Inhalt geht ein ganz besonderer Zauber aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Vorläufer des Haiku ist das Tanka, dem zwei weitere Zeilen mit je 7 Silben hinzugefügt sind. Ein Haiku ohne Bezug zur Natur ist ein Senryu.


Lyrik
(
aus: Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Als Lyrik (lat. Lyra, die Leier) bezeichnet man die dritte dichterische Gattung neben Epik und Dramatik.

Die Lyrik ist eine der frühen literarischen Formen und gab es schon zu den Zeiten der Babylonier, Perser oder Juden (Hohelied des Salomon); unser Begriff von Lyrik wurzelt allerdings im antiken griechischen Kulturkreis. Dort war die Lyrik zunächst einmal nicht mehr als ein zur Lyra gesungenes Lied, das in den Chorgesängen der antiken Dramen seine vielleicht größte Gewichtung erhielt. Von der Römern wurde die griechische Lyrik übernommen und schließlich in den dt.-germ. Kulturraum gebracht.

Die deutsche Lyrik des Mittelalters war geprägt von christlichen Gedanken- und Vorstellungsgut, weltliche Lyrik gab es zunächst nur in der Minnelyrik und der Vagantendichtung. Erst durch Luther und den zunehmenden Einfluss der italienischen und französischen Dichtkunst begann in dt. Barockzeit eine vielfältige und formstrenge Dichtung (Andreas Gryphius), die sich im Laufe der Zeit erweiterte und veränderte.

Die Lyrik ist die subjektivste aller drei Literaturgattungen und spiegelt das momentane Erleben des Dichters in der Welt in komprimierter und sprachgestalterischer Form wieder. Die Komprimierung ist auch eines der markantestes Grundmerkmale der Lyrik, das Hinzufügen von Bildern, Metaphern u.ä. verschafft der Lyrik einen komplexen und sprachintensiven Stil. Die ursprünglich gebundene Form (Vers, Metrik, Strophenbau) wurde im Laufe der Gattungsgeschichte, aber vor allem im 20 Jahrhundert aufgebrochen und relativiert, somit definiert sich die Lyrik heute weniger über die Form, als mehr über den Inhalt.


Sonett
(aus: Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Das Sonett (aus dem Italienischen: sonare = tönen, klingen) ist ein gereimtes Gedicht, das gewöhnlich aus zwei vierzeiligen und zwei sich daran anschließenden dreizeiligen Strophen besteht.

Der Ursprung des Sonetts liegt im Italien des 14. Jahrhunderts, mit einer ersten Blüte bei Dante und Petrarca und verbreitete sich schnell im ganzen romanischen Raum, Seit dem 16. Jahrhundert in England, wenig später in Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien. Seit der Romantik auch populär in den slawischen Ländern.

Das Sonett besteht aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen: Unterschiedliche Regionale Typen und Varianten:

Das Italienische Sonett meist im Endecasillabo (Elfsilber) dem im deutschen der 5-hebige Jambus entspricht. In Frankreich und im Barock auch in Deutschland bevorzugtes Versmaß war der Alexandriner. Seit A. W. Schlegel gilt in Deutschland als Idealform der 5-hebige Jambus mit weiblicher Endung und dem Reimschema

abba
abba
cdc
dcd
jedoch vielen Varianten.

Allen Festlands-Varianten ist gemeinsam die Aufteilung in zwei Quartinen und zwei Terzetten, denen inhaltlich Aussage (1 Quartett), Widerstreit (2.Quartett) und Synthese (Terzette) entsprechen sollten.

In England das Shakespearesonett im Schema

abab
cdcd
efef
gg
mit meist männlichen Endungen, dessen alternierend erzählte Handlung in einer Schlussaussage, einer Moral im Paarreim kulminiert.

Oft werden mehrere Sonette zu größeren Zyklen zusammengestellt, Sonderformen:

Tenzone
Streitgespräch zwischen zwei Dichtern, wobei in einer strengen Form die Reimendungen des vorangehenden Sonetts aufgegriffen werden.
Sonettenkranz
Der Sonettenkranz ist gefügt aus 14 + 1 Einzelsonetten, wobei jedes Sonett in der Anfangszeile die Schlusszeile des Vorangehenden aufnimmt. Aus den 14 Schlusszeilen ergibt sich in unveränderter Reihenfolge das 15te oder Meistersonett.

Buchbestellung I home I e-mail I webmaster@lyrikwelt.de 2000-2017 © LYRIKwelt - das LiteraturPortal! I 0117